Stand: 18.12.2017 10:42 Uhr

Hochwasser: Land zahlt Millionen-Soforthilfe

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Die Stadt Sarstedt (Landkreis Hildesheim) wurden vom Juli-Hochwasser heftig erwischt (Archivbild).

Fünf Monate nach dem Hochwasser im Juli 2017 hat das Land Niedersachsen bereits mehr als eine Millionen Euro Soforthilfe an die Opfer gezahlt. Das meiste Geld ging demnach an Privathaushalte im Landkreis Hildesheim - mehr als 600.000 Euro wurden hier bewilligt. Ein größere Summe geht auch in den Harz: Betroffenen Anwohnern in der Stadt und dem Landkreis Goslar wurden bislang Soforthilfen in Höhe von 320.000 Euro zugesagt.

Rund 600 Anträge stehen noch aus

Fast 600 weitere Anträge wurden nach Angaben des Umweltministeriums bislang gestellt, davon sollen noch rund 500 bei den jeweiligen Kommunen liegen. Diese überprüfen, ob die Anträge vollständig sind, erst dann werden sie an die Bank weitergeleitet. Oft sorgen fehlende Detailangaben für Verzögerungen - etwa der Nachweis, dass die Betroffenen für die Zukunft eine Elementar-Schadensversicherung abgeschlossen haben. Die Antrags-Frist für Privatpersonen läuft bis Ende März.

Land stellt 50 Millionen Euro bereit

Das Land hatte nach dem Hochwasser 50 Millionen Euro bereitgestellt, um Betroffene zu unterstützen. Niemand solle auf seinem Schaden sitzen bleiben, sagte Umweltminister Olaf Lies (SPD). Die Hilfe erfolgt nach Angaben des Umweltministeriums auf zwei Arten: Eine Soforthilfe in Höhe von maximal 2.500 Euro pro Haushalt ist als Starthilfe gedacht, um die notwendigsten Dinge neu anzuschaffen. Der wichtigere Teil des Programms besteht nach Angaben einer Sprecherin aber aus finanziellen Hilfen, mit denen zum Beispiel Schäden an Gebäuden beseitigt werden sollen. Auf diese weitergehende Hilfe liegen derzeit nach Angaben des Ministeriums derzeit 90 Anträge vor - in Höhe von insgesamt mehr als 2,6 Millionen Euro.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Hannover | 18.12.2017 | 08:00 Uhr

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