Stand: 15.01.2020 15:10 Uhr

Frühling im Winter: Rekord-Temperaturen im Januar

Die ersten Blumen blühen vier Wochen vor der üblichen Zeit, Schal und Mütze dagegen können getrost im Schrank bleiben: Bei Temperaturen im zweistelligen Bereich kommen in Niedersachsen schon Mitte Januar Frühlingsgefühle auf. Auf bis zu 14 Grad in Wolfenbüttel steigen die Temperaturen im Laufe des Tages an. Bereits in der Nacht zu Mittwoch wurde vielerorts ein Rekord für die höchste Tiefsttemperatur aufgestellt, die im Januar seit Beginn der Wetteraufzeichnung gemessen wurde. So erlebte zum Beispiel Hannover mit 10,6 Grad die mildeste Januar-Nacht aller Zeiten. In Lingen (Landkreis Emsland), wo im Sommer regelmäßig Hitzerekorde gebrochen werden, wurden sogar 11,1 Grad gemessen.

Subtropische Luft bringt mildes Wetter

Verantwortlich für die relativ hohen Temperaturen ist nach Angaben der MeteoGroup eine ungewöhnliche Wetterlage. Zwischen hohem Luftdruck über Südosteuropa und einem ausgedehnten Tiefdruckgebiet, das sich vom Nordmeer bis zu den Britischen Inseln erstreckt, wird derzeit sehr milde Luft subtropischen Ursprungs herangeführt. Auch in den kommenden Tagen soll es sonnig und mild bleiben. Allerdings liegen die Temperaturen am Donnerstag voraussichtlich "nur" noch zwischen sieben und elf Grad.

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Ein Schneeglöckchen blüht im Januar.
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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 15.01.2020 | 13:00 Uhr

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