Stand: 22.11.2018 15:42 Uhr

Einstein-Elevator: Vier Sekunden Schwerelosigkeit

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Diese vier Meter hohe Gondel ist am Donnerstag in den "Einstein-Elevator" eingebaut worden.

Forscher der Leibniz-Universität Hannover können seit Donnerstag verstärkt Experimente unter den Bedingungen der Schwerelosigkeit durchführen. Versuchsanordnungen erreichen im sogenannten "Einstein-Elevator" für vier Sekunden einen Zustand der Schwerelosigkeit. Geplant sind bis zu 100 Experimente am Tag. Die hohe Wiederholungsrate der Anlage in Hannover sei weltweit einmalig, so ein Sprecher der Universität Hannover.

Schwebezustand innerhalb der Versuchskapsel

Nach Angaben der Universität wird der Zustand der Schwerelosigkeit in einer vier Meter hohen Gondel erzeugt. Die Gondel befindet sich in einen 40 Meter hohen Fallturm, dem "Einstein-Elevator". Für die Versuche wird die Gondel zunächst nach oben geschossen und dann kontrolliert fallen gelassen. Während des Fluges löst sich innerhalb der Gondel eine Versuchskapsel, in der dann für vier Sekunden ein Schwebezustand erzeugt wird.

Test von neuer Gondel im "Einstein-Elevator"

Fallturm kann Experimente auf der ISS ersetzen

Der "Einstein-Elevator" ist das Herzstück des im Juli dieses Jahres eröffneten Hannover Institute of Technology (HITec) der Leibniz-Universität Hannover. Rund 100 Forscher arbeiten im interdisziplinären HITec. Genutzt wird der Turm unter anderem für Experimente aus den Bereichen Materialwissenschaften, Physik und Humanmedizin. Viele der jetzt anstehenden Versuche konnten in der Vergangenheit wegen der geringen Anzahl geeigneter Falltürme nur in Parabelflügen, mit Hilfe von Satelliten oder auf der internationalen Raumstation ISS durchgeführt werden.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Hannover | 22.11.2018 | 14:30 Uhr

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