Stand: 16.03.2020 21:01 Uhr  - Niedersachsen 18.00

Corona: Urlauber verlassen Ostfriesische Inseln

Wer derzeit Urlaub auf den Ostfriesischen Inseln macht, muss die Heimreise antreten.

Nach dem Beginn der Sperrung aller Inseln in der Nord- und Ostsee für Touristen durch die norddeutschen Küstenländer wegen der Ausbreitung des Coronavirus haben sich am Montagvormittag viele Touristen auf die Heimreise von den Ostfriesischen Inseln gemacht. Die Schiffe von Norderney seien gut gefüllt, sagte ein Sprecher der Reederei Frisia gegenüber NDR 1 Niedersachsen. Zur Insel würden nur noch Einheimische und Pendler fahren. Ob auch Urlauber anreisen, werde nicht kontrolliert. Anders die Reederei AG Ems, die nach Borkum fährt: Dort wurden Fahrgäste beim Ticketverkauf aufgefordert, ihre Ausweise zu zeigen. Erste Passagiere seien abgewiesen worden, weil sie als Urlauber auf die Insel wollten, sagte eine Reederei-Sprecherin.

Urlauber auf Nordseeinseln: Zurück auf Los

Hallo Niedersachsen -

Am vergangenen Wochenende sind noch rund 2.000 Urlauber nach Norderney gereist und mussten nun schon wieder die Insel verlassen. Hintergrund ist das Coronavirus.

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Abreise kann sich bis Mittwoch verzögern

Frieslands Landrat Sven Ambrosy (SPD) begrüßte das Vorgehen der drei Bundesländer, rechnet allerdings mit Verzögerungen: Weil auf den Fähren der Mindestabstand zu Personen wegen des Corona-Virus eingehalten werden müsse, könnten diese mitunter nur mit halber Passagierzahl fahren. Jeder komme von den Inseln runter, betonte Ambrosy. Es könne aber vielleicht auch bis Dienstag oder Mittwoch dauern.

Maßnahme dient Schutz der Gäste und Einheimischer

Am Sonntag hatten sich die Ministerpräsidenten von Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein auf die Sperrung der Inseln ab Montag geeinigt. Ab Montag darf kein Urlauber mehr die Ostfriesischen Inseln besuchen, bestätigte die niedersächsische Staatskanzlei dem NDR. Touristen, die bereits dort sind, müssen wieder nach Hause fahren. Hintergrund ist nach Angaben einer Regierungssprecherin, dass die Gesundheitssysteme der Inseln nicht für eine größere Zahl Corona-Infizierter ausgelegt sind. Die Maßnahme diene dem Schutz der Gäste und der Einheimischen. Insulaner und Menschen, die auf den Inseln arbeiten, dürfen bleiben oder pendeln. Auch für die Küstenorte auf dem Festland kündigte die Staatskanzlei von heute an strengere Regeln an.

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2.000 Besucher erst auf Norderney angekommen

Wangerooges Bürgermeister Marcel Fangohr (parteilos) sprach von einem wirtschaftlichen Super-GAU. Aber die Gesundheit habe Vorrang, sagte er. Der Vorstand der Reederei Frisia, Carl-Ulfert Stegmann, zeigte Verständnis für das Vorgehen. Es blieben aber viele Fragen offen, wie dies umzusetzen sei. Etwa wie die Urlauber nach Hause kommen sollen, wenn die Bahn wie angekündigt, ihren Verkehr einschränken werde, sagte Stegmann. Allein am Wochenende seien noch 2.000 Urlauber nach Norderney gekommen, sagte er.

 

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Dieses Thema im Programm:

Niedersachsen 18.00 | 16.03.2020 | 18:00 Uhr

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