VIDEO: Corona kompakt: Mehr Menschen in Kurzarbeit (2 Min)

Bundesagentur prüft Hinweise auf Betrug bei Kurzarbeitergeld

Stand: 06.04.2021 10:15 Uhr

In der Corona-Pandemie haben viele Betriebe für ihre Angestellten Kurzarbeit angemeldet. Das verleitet einige Betriebe offenbar zu unredlichem Handeln - und Fehlern bei der Abrechnung.

Bei der Bundesagentur für Arbeit liegen rund 4.250 Hinweise auf Betrug beim Bezug von Kurzarbeitergeld vor, wie die "Neue Osnabrücker Zeitung" (NOZ) berichtet. Bei mindestens 331 Fällen habe sich inzwischen ein Anfangsverdacht ergeben, so dass diese an verschiedene Strafverfolgungsbehörden vor Ort weitergegeben worden seien. Wie viele Hinweise sich auf Betriebe in Niedersachsen beziehen, ist nicht bekannt. "Wir können die Zahlen nicht auf Bundesländer herunterbrechen", sagte eine Agentur-Sprecherin gegenüber dem NDR in Niedersachsen.

Linksfraktion spricht von "handfestem Skandal"

Die Linksfraktion hatte im Bundestag die Frage nach etwaigem Betrug mit Kurzarbeitergeld gestellt. Demnach gebe es in vielen Fällen Verdacht auf Manipulationen bei der Arbeitszeit. "Insbesondere in großen Arbeitsmarktkrisen mit Millionen betroffenen Beschäftigten ist das Kurzarbeitergeld anfällig für Betrugsversuche", sagte die Linken-Sozialexpertin Sabine Zimmermann der NOZ. Diese seien "ein handfester Skandal und müssen auch entsprechend verfolgt werden". Beschäftigte würden zur Mittäterschaft gezwungen. Zimmermann forderte eine manipulationssichere digitale Arbeitszeiterfassung, um einen Betrug beim Kurzarbeitergeld massiv zu erschweren.

Bis Jahresende 1,6 Millionen Menschen in Kurzarbeit?

Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit geht davon aus, dass bis Ende 2021 rund 1,6 Millionen Beschäftigte in Kurzarbeit sein werden. Aufgrund der wirtschaftlichen Folgen hat die Bundesregierung den Zugang zum Kurzarbeitergeld deutlich erleichtert.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 06.04.2021 | 10:00 Uhr

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