Ein klassischer analoger Impfpass steht neben einer Impfdosis und einer Spritze auf einem Tisch. Bild: picture alliance / Geisler-Fotopress | Dwi Anoraganingrum/Geisler-Fotop © picture alliance / Geisler-Fotopress | Dwi Anoraganingrum/Geisler-Fotop Foto: Geisler-Fotopress

Ärzte in Niedersachsen: Nachfrage nach Corona-Impfung steigt

Stand: 08.11.2021 18:06 Uhr

In Niedersachsen impfen niedergelassene Ärzte wieder mehr gegen Corona. Die Nachfrage ist laut Kassenärztlicher Vereinigung zuletzt gestiegen. FDP und Grüne fordern derweil mehr mobile Impfteams.

In der vergangenen Woche seien deutlich mehr Menschen geimpft worden als in der Vorwoche, sagte der Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen, Detlef Haffke. Die Zahl der verabreichten Corona-Impfungen sei von knapp 70.000 auf rund 110.000 gestiegen. "Das Thema Drittimpfung nimmt auf jeden Fall Fahrt auf", sagte Haffke. Aber auch die Zahl der Erst- und Zweitimpfungen sei gestiegen - wenn auch nicht so stark wie die der Drittimpfungen.

Erhöht 2G die Impf-Bereitschaft?

Die Kassenärztliche Vereinigung geht davon aus, dass unter anderem die 2G-Regel dazu führt, dass sich nun doch einige Menschen für eine Corona-Impfung entscheiden. Das niedersächsische Gesundheitsministerium kann allerdings derzeit keinen Ansturm auf Erstimpfungen erkennen. Die dezentralen Impfangebote würden aber gut angenommen, sagte ein Sprecher.

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FDP und Grüne plädieren für mehr mobile Teams

Damit mehr Menschen solche dezentralen Impfangebote annehmen können, fordern die Landtagsfraktionen von FDP und Grünen den Einsatz von mehr mobilen Impfteams. Dies könnte für mehr Entlastung bei den Hausärztinnen und Hausärzten sorgen, sagte Susanne Schütz, gesundheitspolitische Sprecherin der FDP-Fraktion. Die Grünen-Fraktionsvorsitzende Julia Willie Hamburg schloss sich der Forderung an. Bei den Corona-Schutzimpfungen sei mehr Power notwendig, sagte sie. Die Region Hannover hat bereits angekündigt, die Zahl der mobilen Teams deutlich aufzustocken. Eine Wiedereröffnung der Impfzentren, wie sie zuletzt bundesweit diskutiert worden war, hält der niedersächsische Hausärzteverband unterdessen für unnötig. "Neben den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten haben wir landesweit eine gute Lösung mit einer Vielzahl an mobilen Impfteams in den Kommunen gefunden", sagte der Verbandssprecher Tim Schäfer.

Booster-Impfung zunächst für bestimmte Gruppen

In Niedersachsen sind nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom Montag 72,1 Prozent der Gesamtbevölkerung mindestens einmal geimpft und 69 Prozent zweimal. 3 Prozent der Bevölkerung haben eine Auffrischungsimpfung erhalten. Nach der Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) sind die sogenannten Booster-Impfungen frühestens nach sechs Monaten wichtig für Menschen ab 70 Jahren, für Menschen in Pflegeeinrichtungen, für Beschäftigte in Pflegeeinrichtungen und Einrichtungen für Menschen mit einem erhöhten Risiko für schwere Corona-Verläufe und für Personal in medizinischen Einrichtungen mit direktem Patientenkontakt. Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern hatten sich in der vergangenen Woche dafür ausgesprochen, dass langfristig alle Menschen eine Drittimpfung erhalten können.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Braunschweig | 09.11.2021 | 06:30 Uhr

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