Ein Auto bei der Fahrt in den Harz. © dpa picture alliance Foto: Stephan Schulz

Zurück zum Auto - Wie sich Mobilität in der Pandemie verändert

Sendung: NDR Info Hintergrund | 21.04.2021 | 20:33 Uhr | von Niels Walker
16 Min | Verfügbar bis 19.04.2022

Homeoffice, Homeschooling und Onlineshopping haben den Bewegungsradius in der Pandemie reduziert. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes hat sich die Mobilität deutschlandweit im ersten Lockdown um 40%, im zweiten um 30% verringert. Mit zunehmender Dauer der Beschränkungen suchen Menschen allerdings wieder mehr mobile Freiheiten. Im März 2021 lag die Mobilität nur noch 13 Prozent niedriger als vor Corona. Die Verkehrsgewohnheiten haben sich dabei deutlich verändert.

Keinem anderen Verkehrsmittel sind die Deutschen so treu wie ihrer rollenden Privatsphäre auf vier Rädern. Verkehrsstudien der Deutschen Luft- und Raumfahrtbehörde DLR zeigen, dass 90% der Autobesitzer ihren Wagen im Lockdown weiterhin und häufiger nutzen – auch weil Autofahren bei weniger Verkehr mit weniger Staus mehr Spaß macht. 

Bahnreisen sind dagegen um zwei Drittel zurückgegangen. Absolutes Sorgenkind ist der Öffentliche Personenverkehr, der 2020 nur zu 40% ausgelastet war. Viele sind umgestiegen auf das eigene Auto, das Fahrrad, gehen zu Fuß oder bleiben im Homeoffice ganz zu Hause. Mehr als die Hälfte der Menschen fühlen sich der DLR-Studie zufolge unwohl in Bussen und Bahnen: Sie wünschen sich eine strengere Kontrolle der Maskenpflicht.

Ein Bus nach Lübeck vor dem Bahnhof in Travemünde. © imago/Lindenthaler Foto: Lindenthaler

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