Stand: 21.08.2019 10:43 Uhr

Deutscher Buchpreis: Diese Titel gehen ins Rennen

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Die Jury für den Deutschen Buchpreis 2019: (v.l.n.r.) Jörg Magenau, Daniela Strigl, Alf Mentzer, Margarete von Schwarzkopf, Björn Lauer, Petra Hartlieb und Hauke Hückstädt.

Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels hat die Longlist für den Deutschen Buchpreis bekannt gegeben. Insgesamt nominierte die siebenköpfige Jury 20 Titel bekannter und weniger bekannter Autorinnen und Autoren. Auf der Longlist stehen viele Debüts, aber auch bekannte Namen wie Saša Stanišić, Ulrich Woelk oder Marlene Streeruwitz. "Die Longlist spiegelt die stoffliche Vielfalt und den stilistischen Reichtum der literarischen Neuerscheinungen dieses Jahres wider", sagte der Jurysprecher, der freie Literaturkritiker Jörg Magenau: "Gesellschaftsanalyse und Geschichtsforschung, Paranoia und Fantasie, Wunsch und Welterkundung von Kalifornien über die deutsche Provinz bis in den Kaukasus haben darin Platz."

Die 20 Nominierungen für den besten Roman 2019

Vier norddeutsche Autoren dabei

Vier der 20 für den Deutschen Buchpreis Nominierten kommen aus Norddeutschland: Karen Köhler und Saša Stanišić leben und arbeiten in Hamburg, Nora Bossong wurde in Bremen geboren, Jan Peter Bremer wuchs im Dorf Gümse im niedersächsischen Landkreis Lüchow-Dannenberg auf.

Deutscher Buchpreis wird am 14. Oktober verliehen

Am 17. September wird die Liste dann auf sechs Titel der Shortlist verkürzt. Der Sieger wird am Vorabend der Frankfurter Buchmesse, den 14. Oktober, verkündet. Mit dem Deutschen Buchpreis zeichnet der Börsenverein des Deutschen Buchhandels seit 2015 jährlich den besten deutschsprachigen Roman des Jahres aus. Der Preis ist mit insgesamt 37.500 Euro dotiert: Der Sieger erhält 25.000 Euro, die übrigen Autoren der Shortlist jeweils 2.500 Euro. Im vergangenen Jahr war Inger-Maria Mahlkes Roman "Archipel" mit dem Preis ausgezeichnet worden.

Die Longlist in der Übersicht

  • Nora Bossong, "Schutzzone" (Suhrkamp, September 2019)
  • Jan Peter Bremer, "Der junge Doktorand" (Berlin Verlag, September 2019)
  • Raphaela Edelbauer, "Das flüssige Land" (Klett-Cotta, August 2019)
  • Andrea Grill, "Cherubino" (Paul Zsolnay, Juli 2019)
  • Karen Köhler, "Miroloi" (Carl Hanser, August 2019)
  • Miku Sophie Kühmel, "Kintsugi" (S. Fischer, August 2019)
  • Angela Lehner, "Vater unser" (Hanser Berlin, Februar 2019)
  • Emanuel Maeß, "Gelenke des Lichts" (Wallstein, Februar 2019)
  • Alexander Osang, "Die Leben der Elena Silber" (S. Fischer, August 2019)
  • Katerina Poladjan, "Hier sind Löwen" (S. Fischer, Juni 2019)
  • Lola Randl, "Der Große Garten" (Matthes & Seitz Berlin, März 2019)
  • Tonio Schachinger, "Nicht wie ihr" (Kremayr & Scheriau, September 2019)
  • Norbert Scheuer, "Winterbienen" (C.H.Beck, Juli 2019)
  • Eva Schmidt, "Die untalentierte Lügnerin" (Jung und Jung, März 2019)
  • Saša Stanišić, "Herkunft" (Luchterhand, März 2019)
  • Marlene Streeruwitz, "Flammenwand" (S. Fischer, Mai 2019)
  • Jackie Thomae, "Brüder" (Hanser Berlin, August 2019)
  • Ulrich Woelk, "Der Sommer meiner Mutter" (C.H.Beck, Januar 2019)
  • Norbert Zähringer, "Wo wir waren" (Rowohlt, März 2019)
  • Tom Zürcher, "Mobbing Dick" (Salis, März 2019)

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Dieses Thema im Programm:

NDR Kultur | Klassisch in den Tag | 20.08.2019 | 11:20 Uhr

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