2006: Debatte um Günter-Grass-Bekenntnis

Am 12. August 2006 räumt Günter Grass in einem Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" kurz vor dem Erscheinen seiner Autobiographie "Beim Häuten der Zwiebel" erstmals öffentlich ein, dass er am Ende des Zweiten Weltkrieges bei der Waffen-SS war. Nach der Einberufung habe er 1944 in Dresden seinen Dienst als Panzerschütze in der 10. SS-Panzerdivision "Frundsberg" angetreten. An Kriegsverbrechen sei er aber nicht beteiligt gewesen. Das späte Eingeständnis führt zu einer heftigen Debatte in deutschen und internationalen Medien.

Interviews

Günter Grass war bei der Waffen-SS

Interview mit Literaturkritiker Hellmuth Karasek zu Günter Grass' spätem Geständnis, als Siebzehnjähriger Mitglied der Waffen-SS gewesen zu sein. mehr

Die Günter-Grass-Debatte

NDR Info hat Matthias Matussek, Spiegel-Kulturchef und Buchautor, nach seiner Meinung zu Günter Grass' Eingeständnis, in der Waffen-SS gewesen zu sein, gefragt. mehr

Interview mit Günter Grass

NDR Kultur sprach exklusiv mit Günter Grass über sein neues Buch und die Resonanz auf sein Bekenntnis, Mitglied der Waffen-SS gewesen zu sein. mehr

Porträt

Günter Grass: Multitalent und Moralist

Seine Erzählkunst und sein politisches Engagement machten Günter Grass zu einem der wichtigsten Autoren der Nachkriegszeit. Vor 20 Jahren erhielt er den Literaturnobelpreis für sein Lebenswerk. mehr

Mehr Geschichte in Video und Audio

Norddeutsche Geschichte