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2006: Debatte um Günter-Grass-Bekenntnis

Am 12. August 2006 räumt Günter Grass in einem Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" kurz vor dem Erscheinen seiner Autobiographie "Beim Häuten der Zwiebel" erstmals öffentlich ein, dass er am Ende des Zweiten Weltkrieges bei der Waffen-SS war. Nach der Einberufung habe er 1944 in Dresden seinen Dienst als Panzerschütze in der 10. SS-Panzerdivision "Frundsberg" angetreten. An Kriegsverbrechen sei er aber nicht beteiligt gewesen. Das späte Eingeständnis führt zu einer heftigen Debatte in deutschen und internationalen Medien.

Interviews

Schriftsteller und Literaturkritiker Hellmuth Karasek © picture-alliance/ZB/dpa Foto: Thomas Schulze

Günter Grass war bei der Waffen-SS

Interview mit Literaturkritiker Hellmuth Karasek zu Günter Grass' spätem Geständnis, als Siebzehnjähriger Mitglied der Waffen-SS gewesen zu sein. mehr

"Spiegel"-Kulturchef und Buchautor Matthias Matussek. © dpa

Die Günter-Grass-Debatte

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Günter Grass © dpa

Interview mit Günter Grass

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Porträt

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