Stand: 13.08.2011 10:00 Uhr

13 Tage im August 1961: Chronologie der Ereignisse

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Dieses Foto des flüchtendenden Volkspolizisten ist eines der bekanntesten aus dem August 1961.

Der 13. August 1961 steht in den Geschichtsbüchern als der Tag, an dem der Mauerbau begonnen wurde. Dieses folgenschwere Ereignis jährte sich im August zum 50. Mal. Aus diesem Anlass ließ NDR 1 Radio MV in einer Serie die damaligen Tage im August noch einmal Revue passieren.

"Niemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten"

Noch am 15. Juni 1961 sagte der DDR-Staatschef Walter Ulbricht auf einer Pressekonferenz den legendären Satz: "Niemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten!". Aber schon zwei Monate später war sie da. Aus der Sicht der Staatsführung war das notwendig geworden, weil zu diesem Zeitpunkt schon über drei Millionen DDR-Bürger den jungen Arbeiter- und Bauernstaat verlassen hatten.

Tägliche Zeitreise

Was an jedem einzelnen Tag in dem August geschah, können Sie Folge für Folge nachhören.

Walter Ulbricht © dpa-Report

13 Tage im August: 1. August 1961

NDR 1 Radio MV

Die Stimmung ist angespannt. Die Wirtschaft der DDR verschlechtert sich, die Bürger fliehen. Die Staatsführung muss sich etwas überlegen, um die Situation in den Griff zu bekommen.

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Zeitungen in der DDR, 11.05.1973. © dpa-Bildarchiv

13 Tage im August: 2. August 1961

NDR 1 Radio MV

Ostseeurlaub, Störtebeker-Festspiele und "Menschenhandel" im Westen: Die Presseschau verrät einiges über die Stimmung in der DDR. Heile Welt und Kalter Krieg liegen nah beieinander.

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Ein bewaffneter Volkspolizist steht vor einem Schild mit der Propagandaparole "Der Sozialismus siegt". © picture-alliance / dpa

13 Tage im August: 3. August 1961

Die Presse berichtet, dass die Ernte auf Hochtouren läuft. Chruschtschow fasst die Lage in der DDR gegenüber Ulbricht lakonisch so zusammen: "Republikflucht groß. Maßnahmen: Grenze schließen!".

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Rostocker Hafen © Bundesarchiv Foto: Jürgen Sindermann

13 Tage im August: 4. August 1961

NDR 1 Radio MV

Die Propaganda läuft: Auf der Warnowwerft wird ein Kommitee gegen Menschenhandel gegründet. Immer mehr Menschen kommen in Westberliner Aufnahmeheimen an.

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Verkäuferin eines Textilgeschäftes der HO (Handels-Organisation). © dpa-Report Foto: Horst Sturm

13 Tage im August: 5. August 1961

NDR 1 Radio MV

Während in den Kaufhäusern Schlussverkauf ist, spitzt sich die politische Lage zu: Die Warschauer Vertragsstaaten empfehlen der DDR eine "verlässliche Bewachung" an der Grenze um Westberlin.

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Kartoffelernte in der DDR, 1967. © picture-alliance/ ZB Foto: Dieter Demme

13 Tage im August: 6. August 1961

NDR 1 Radio MV

Die DDR-Presse ist vom zweiten bemannten Raumflug der Sowjetunion beeindruckt. Die Bürger kämpfen mit ganz irdischen Problemen, etwa mit den Schwierigkeiten in der Landwirtschaft.

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Badespaß im Ferienlager. © dpa-Zentralbild

13 Tage im August: 7. August 1961

In Heringsdorf ist Standsporttag, in Berlin werden Grenzgänger zwischen Ost und West schikaniert. Das SED-Politbüro beschließt: Am 13. August wird die Grenze geschlossen.

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DDR - Einkaufsstätte in Berlin © picture-alliance/ ZB Foto: ddrbildarchiv.de

13 Tage im August: 8. August 1961

NDR 1 Radio MV

Im Osten Erfolgsmeldungen, im Westen Mitleid: Während die DDR den sowjetischen Kosmonauten Titow feiert, dankt das Deutsche Rote Kreuz im Westfernsehen für Spenden für DDR-Flüchtlinge.

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Eröffnungsbild des "Schwarzen Kanals". © picture-alliance / dpa Foto: dpa

13 Tage im August: 9. August 1961

NDR 1 Radio MV

Jugendliche, die sich auf einem Usedomer Zeltplatz daneben benehmen, sind laut DDR-Propaganda vom Westen eingeschleust. Im Fernsehen bezeichnet der Schweriner Domprediger Karl Kleinschmidt Flüchtlinge als Verbrecher.

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Filmausschnitt aus dem DEFA-Film "Die Glatzkopfbande" © Progress Film-Verleih Foto: Alexander Schittko

13 Tage im August: 10. August 1961

Die "Glatzkopfbande" beschäftigt die Republik. Zwei Jahre später zeigt auch ein DEFA-Film im Kino die angeblichen Vorfälle auf dem Usedomer Zeltplatz - propagandistisch verfälscht.

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DDR - innerdeutsche Grenze - Thüringen © picture-alliance/ ZB Foto: Peter Leske

13 Tage im August: 11. August 1961

NDR 1 Radio MV

Noch ist die "Aktion Rose" - die bevorstehende Schließung der Grenze - streng geheim. Aber der Ton wird schärfer und die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren.

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Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) am 11.10.1962 bei seiner Rede vor dem Deutschen Bundestag in Bonn. © dpa Foto: Kurt Rohwedder

13 Tage im August: 12. August 1961

NDR 1 Radio MV

Auch Adenauers Beteuerung, Bonn würde die Flucht von DDR-Bürgern nicht fördern, nützt nichts mehr. Die Flugblätter zur Abriegelung der Grenze in Berlin sind gedruckt, sowjetische Panzer unterwegs.

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Von bewaffneten Volkspolizisten bewachte Bauarbeiter errichten die Mauer zwischen Potsdamer Platz und Lindenstraße. © picture alliance / dpa-Report Foto: Günter Bratke

13 Tage im August: 13. August 1961

NDR 1 Radio MV

Eine Sperrlinie aus Schiffen markiert die Grenze auf der Ostsee, an den Sektorengrenzen in Berlin fahren Panzer auf - das historische Ereignis in der damaligen Presse.

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