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Wie die SED den DDR-Alltag steuerte

Parteilogo der SED. © Creative Commons
Die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands wirkte in alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens in der DDR.

Im April 1946 erfolgt in Berlin unter dem Druck der sowjetischen Besatzungsmacht die Vereinigung von SPD und KPD in der sowjetischen Besatzungszone zur SED - ein Schritt, der die DDR für die Zeit ihrer Existenz prägen soll wie kaum ein anderer: Der Führungsanspruch der SED wird in der Verfassung festgeschrieben und steht noch über dem der staatlichen Führung. So ist die SED nach Kurzem in fast alle Lebensbereiche involviert. In der heutigen Betrachtung wird "die Partei" häufig als etwas scheinbar Gegebenes hingenommen. Doch so anonym, wie es heute scheint, war "die Partei" nicht - und das System, welches alle gesellschaftlichen Bereiche durchzog, ein durchaus filigranes Machtinstrument. 

Eine Reihe von sechs Zeitreisen erzählt, wie genau "die Partei" in verschiedenen Lebensbereichen funktionierte - eine Produktion der Hoferichter & Jacobs GmbH im Auftrag des NDR Landesfunkhaus Mecklenburg-Vorpommern mit Unterstützung der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.

Außerordentlicher Parteitag der SED 1989: Gregor Gysi (M), Mitglied des Arbeitsausschusses der SED, im Gespräch mit Delegierten. © Bundesarchiv Foto: Rainer Mittelstädt

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SED-Chef Erich Honecker (rechts) schenkt Bundeskanzler Helmut Schmidt (links) nach dessen DDR-Besuch bei seiner Abreise am 13. Dezember 1981 auf dem Bahnhof von Güstrow ein Lutschbonbon vom Weihnachtsmarkt. © dpa - Bildfunk Foto: Dieter Klar

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