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Strom sparen: Standby-Modus bei Elektrogeräten vermeiden

Stand: 12.07.2021 09:40 Uhr

Viele Elektrogeräte sind im Standby-Modus heimliche Stromfresser und produzieren hohe Kosten. Besonders während des Urlaubs oder längerer Abwesenheit sollte man sie ganz vom Stromnetz trennen.

Computer, Fernseher, Router: Viele Elektrogeräte verbrauchen auch dann Strom, wenn sie gar nicht benutzt werden - im sogenannten Standby-Modus. In einem drei Personen Haushalt kann das bis zu 20 Prozent der Stromkosten ausmachen, warnt die Verbraucherzentrale Niedersachsen. Ein WLAN-Router verursache im Dauerbetrieb beispielsweise pro Jahr Kosten von etwa 40 Euro. Das entspreche fast dem Stromverbrauch eines modernen Kühlschranks, so die Verbraucherschützer.

Zählerstand: So lässt sich der Standby-Verbrauch prüfen

Vorsicht ist auch bei Geräten geboten, bei denen kein Standby-Lämpchen brennt. Auch sie können ausgeschaltet Strom verbrauchen. Ob im Haushalt Geräte stehen, die das Budget unnötig belasten und Strom verschwenden, lässt sich ganz einfach prüfen - am besten in der Urlaubszeit. Einfach kurz vor der Reise und danach den Zählerstand notieren. Liegt der Dauerstromverbrauch während der Abwesenheit bei mehr als einer Kilowattstunde pro Tag, lohnt es sich zu handeln.

Stecker ziehen oder Steckdosen mit Schalter nutzen

Eine Mehrfachsteckdose mit Schalter, der gerade betätigt wird. © fotolia.com Foto: rupbilder
Mit einer ausschaltbaren Steckdosenleiste lässt sich der Stromverbrauch einfach regulieren.

Experten empfehlen, Geräte, die keinen Ausschaltknopf für den Standby-Modus haben, an eine Steckdosenleiste mit Schalter anzuschließen oder den Stecker bei Nicht-Nutzung, etwa während des Urlaubs, ganz zu ziehen. Das schützt die Geräte zusätzlich vor Blitzeinschlag und Überspannung. Beim Kauf neuer Geräte sollte man darauf achten, dass sie sich komplett vom Stromnetz trennen lassen.

Hoher Stromverbrauch durch Warmwasserbereitung

Besonders viel Strom benötigen Warmwasserspeicher - auch Boiler genannt - sowie Heizungen. Wenn in den Ferien bei Abwesenheit kein warmes Wasser benötigt wird, die Geräte besser ausschalten, um keine Energie zu verschwenden. Bei Wiederinbetriebnahme zunächst etwa zehn Liter aus jedem Wasserhahn ablaufen lassen, um der Gefahr durch Legionellen vorzubeugen. Die Bakterien können sich in stehendem, unbeheiztem Wasser gut vermehren.

Ältere Kühlschränke vor längeren Reisen abtauen

Auch ältere Kühlschränke verbrauchen viel Energie, besonders wenn die Tür nicht mehr richtig schließt. Vor längeren Reisen am besten den Inhalt verbrauchen und das Gerät abtauen und ausschalten. Zumindest sollten Verbraucher eine dicke Eisschicht bei Geräten mit Tiefkühlfach vermeiden, Eisbildung sorge für einen bis zu 15 Prozent höheren Stromverbrauch, rät die Verbraucherzentrale.

Smart Meter: Stromverbrauch dauerhaft überwachen

Wer den Stromverbrauch einzelner Geräte gezielt prüfen oder steuern und seinen Verbrauch dauerhaft im Auge behalten möchte, kann dazu ein spezielles Messgerät, ein sogenanntes Smart Meter nutzen. Das Gerät ermöglicht die Übertragung von Messdaten per Funk- oder Internet-Verbindung und ermittelt auch den Verbrauch von Geräten ohne Netzstecker - beispielsweise von Durchlauferhitzern. Die Geräte funktionieren in Verbindung mit einem neuen digitalen Stromzähler, der Einbau erfolgt über den Stromanbieter. Mit dem Einbau eines Smart Meters sind laut Verbraucherzentrale höhere laufende Kosten für den Stromkunden verbunden. Die Preise für ein sogenanntes intelligentes Messsystem richten sich nach dem jährlichen Stromverbrauch.

Altgeräte durch energiesparende Elektrogeräte ersetzen

Stromfresser sind übrigens auch alte Haushaltsgeräte wie Kühlschränke und Waschmaschinen. Der Kauf eines neuen sparsamen Gerätes lohnt sich deshalb, nach einigen Jahren hat man den Kaufpreis durch die eingesparten Stromkosten meist kompensiert.

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