Eine Frau isst Popcorn, lächtelt und schaut auf ihrem Laptop einen Film mit Kopfhörern © IMAGO / Panthermedia Foto: Antonio Guillem

Strom sparen bei Streaming und Internet-Nutzung: So geht's

Stand: 16.02.2022 16:23 Uhr

Streaming-, Cloud- und andere Internetdienste sind Stromfresser. Dadurch belasten sie das Portemonnaie und die persönliche Öko-Bilanz. Mit einfachen Tricks lässt sich der Energieverbrauch aber senken.

Jede Suchmaschinen-Anfrage, jede gestreamte Netflix-Folge und jede Video-Konferenz verbrauchen Strom - da kommt weltweit einiges zusammen. Wäre das Internet ein Staat, würde dieser beim Stromverbrauch im internationalen Vergleich auf Platz sechs landen. Die IT- und Kommunikationstechnik ist Schätzungen zufolge für rund 3 bis 4 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich. Zwar versuchen viele große IT-Unternehmen mittlerweile, ihren Bedarf durch erneuerbare Energien zu decken. Doch gleichzeitig steigt der Verbrauch global immer weiter an.

Netflix, Disney+ und Co: Beim Streaming Strom sparen

Das individuelle Verhalten kann viel dazu beitragen, den Energieverbrauch bei der Internetnutzung zu senken. Wichtig ist etwa die Wahl des verwendeten Endgeräts. So sollte man beim Streaming statt des Großbildfernsehers besser das Tablet oder Laptop nutzen. Statt der hochauflösenden 4k-Version reicht oft auch eine geringere Auflösung. Wer gern Videos schaut, etwa bei Youtube, kann die Autoplay-Funktion, die dazu führt, dass automatisch das nächste Video startet, abschalten - auch das spart Strom. Schlecht für die Energiebilanz ist zudem das Streamen über ein Mobilfunknetz. Verbindungen über WLAN sowie kabelgebundene Internetverbindungen sind hier im Vorteil.

Musik: Lieblingssongs herunterladen statt streamen

Ein Mann sitzt entspannt mit geschlossenen Augen auf einem Sofa und trägt Kopfhörer © Getty Images / iStockphoto Foto: evgeny atamanenko
Wer gerne Musik hört, kann sich seine Playlists herunterladen und so den Energieverbauch senken.

Audiodateien von Lieblingssongs sollten, wenn möglich, heruntergeladen und nicht immer wieder neu gestreamt werden. Wer gern über das Internet Musik hört, ohne dabei die Videos zu schauen, sollte lieber Musikstreaming- statt Video-Dienste nutzen.

Externe Festplatten nutzen und Mails löschen

Auch Cloud-Dienste haben einen sehr hohen Energieverbrauch. Statt größere Dateien wie Fotosammlungen oder Videos online abzulegen, kann man auf externe Festplatten zurückgreifen. Das schont die Umwelt. Ähnliches gilt für Mails: Statt sie sehr lange auf den Servern vorhalten zu lassen, kann man sie regelmäßig löschen und so die Kapazitäten der Server nicht unnötig belasten.

Zeitung lesen: Print oder Online?

Mails und Online-Nachrichtenseiten kommen ohne Papier aus - ein Vorteil für die Umwelt. Trotzdem kann die gedruckte Zeitung die schonendere Alternative sein: Einer Studie des schwedischen Royal Institute of Technology zufolge kann die gedruckte Ausgabe die nachhaltigere Wahl sein, sofern man die Zeitung täglich und jeweils mehr als eine halbe Stunde liest. Wer sich nur kurz und knapp über die Nachrichtenlage informieren möchte, sollte dagegen lieber online lesen.

Weitere Tipps, wie sich die persönliche Umwelt-Bilanz bei der Internet-Nutzung verbessern lässt, hat der Naturschutzbund (NABU) zusammengestellt.

Dieses Thema im Programm:

Markt | 17.01.2022 | 20:15 Uhr

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