Stand: 02.02.2017 16:45 Uhr  | Archiv

Natur und Archäologie in der Bretziner Heide

Schafe in der Bretziner Heide © imago/blickwinkel
Schafe halten die Vegetation kurz und bewahren so den Charakter der Heideflächen.

Heidelandschaften gehören nicht zu den typischen Landschaftsbildern im Westen Mecklenburgs. Nordöstlich von Boizenburg an der Elbe wachsen die charakteristischen Heidepflanzen jedoch auf einer Fläche von rund 32 Hektar. Seit Mitte der 1970er-Jahre steht die Bretziner Heide unter Naturschutz. Besucher können die sanft-hügelige Kulturlandschaft auf zwei ausgeschilderten Rundwanderwegen kennenlernen. Die Routen beginnen an einem Parkplatz im Süden der Heidefläche bei Wiebendorf. Spaziergänger sollten dafür ein bis zwei Stunden einplanen. Besonders im August und Anfang September lohnt ein Besuch. Dann steht die Besenheide zartviolett in voller Blüte. Im Mai leuchten die kräftig gelben Blüten an zahlreichen Ginsterbüschen. Doch auch im Herbst und Winter hat die offene, von Wald umrahmte Heidelandschaft ihren Reiz.

Natur trifft Kultur

Neben dem Naturerlebnis bietet die Bretziner Heide auch eine archäologische Besonderheit. In dem Gebiet liegen 13 Hügelgräber aus der Bronzezeit vor gut 3.000 Jahren dicht beieinander. Unter einer dünnen Erd- und Pflanzenschicht lassen sich die Formen der historischen Gräber deutlich erkennen. Die bronzezeitlichen Bewohner sorgten dafür, dass die Heideflächen entstanden. Sie rodeten die Wälder und ließen dort Tiere weiden. Ohne ständige Pflege würden Büsche und Bäume wieder das Landschaftsbild bestimmen. Naturfreunde und Schafe sorgen dafür, dass die Heide nicht von den größeren Pflanzen überwuchert wird.

Karte: Bretziner Heide

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