Stand: 06.04.2016 09:02 Uhr  | Archiv

Chat-Protokoll zum Thema Infarkt im Darm

Eva: Seit etlichen Jahren habe ich die beschriebenen Schmerzen in unregelmäßigen Abständen und nicht nach dem Essen, sondern auch mitten in der Nacht. Ich bin jetzt 49, schlank und esse nur selten tierische Fette. Ich habe festgestellt, dass mit regelmäßig bewusster, tiefer Bauchatmung die Schmerzen vermieden werden können. Vergesse ich das, kommt es zu Koliken. Muss ich mir Sorgen machen in Richtung Darm-Infarkt?

Freys: Grundsätzlich nein. Bei Ihnen sollte mal die Funktion des Darmes untersucht werden. Dies geht sehr gut mit Kernspintomografie, auch ist bei Ihnen eine Darmspiegelung sinnvoll.

hjbatke: Ich hatte Anfang des Jahres ähnliche Symptome wie der Patient in der Sendung. Abends nach dem Essen habe ich mehr oder weniger starke Bauchschmerzen bekommen. Mein Hausarzt hat mir Pantroprazol verschrieben. Inzwischen habe ich das Problem nicht mehr. Sollte ich mich eventuell doch nochmal beim Facharzt untersuchen lassen?

Freys: Wenn die Beschwerden ganz weg sind, ist eine spezielle Untersuchung nicht erforderlich. Bei Wiederauftreten ist sicher eine Gefäßultraschalluntersuchung angezeigt.

Mivida: Ich habe seit Freitag heftige Schmerzen im Oberbauch - mit Übelkeit, Erbrechen und Schwindel. Der Schwindel ist etwas besser. Wenn ich etwas anderes als Zwieback zu mir nehme, bekomme ich gleich wieder Schmerzen im Oberbauch. Kann das auch etwas mit dem Darm zu tun haben?

Freys: Das hört sich eher nach Magenbeschwerden an. Eventuell sollte man hier mal eine Magenspiegelung machen.

Heidi: Ich (weiblich, 50 Jahre) habe in unregelmäßigen Abständen schlagartig starke Schmerzen beziehungsweise Krämpfe im Enddarm/After. Die Schmerzen sind unabhängig von Nahrungsaufnahme oder Stuhlgang und vergehen nach wenigen Minuten von alleine wieder. Eine Darmspiegelung brachte keine krankhaften Befunde. Kann das ein Vorzeichen für einen Darm-Infarkt sein?

Freys: Nein, vielleicht sollten Sie sich mal von einem Proktologen untersuchen lassen.

Ingo: Ich hatte gelegentlich starke Bauchschmerzen vor dem Stuhlgang. Danach waren die Schmerzen jedes Mal wieder weg. Kann das auch auf verengte Adern hindeuten?

Freys: Nein, das sollte aber besser einmal per Darmspiegelung abgeklärt werden.

Hase: Ich bin 24 Jahre alt und hatte im letzte Jahr vermehrt sehr harten Stuhlgang und Verstopfungen, teilweise sehr extrem und folglich auch Fissuren. Die Verstopfung ist weggegangen durch bewusste Ernährung, doch habe ich immer noch Beschwerden - nun bei vollem Darm und nach dem Stuhlgang, immer im Bereich meiner Blinddarmnarbe, sodass ich mich nicht mehr bewegen kann. Nach einigen Minuten klingen die Schmerzen ab. Es fühlt sich an, als ob sich der Darm nach dem Stuhlgang "falsch zusammenlegt".

Freys: Hierbei könnte es sich um Verwachsungen nach der Blinddarm-OP handeln, eine Kernspintomografie des Darmes kann hier gegebenenfalls weiterhelfen (dabei werden keine Röntgenstrahlen angewendet).

anne: Deutet ein starker Herzschlag im Bauch auf eine Verengung hin? Zudem treten bei vollem Bauch Koliken auf. Ist das ein Warnzeichen?

Freys: Nein. Sicherheitshalber würde ich aber eine Gefäßultraschalluntersuchung machen lassen, um die Bauchschlagader zu beurteilen. Wenn Sie über 50 Jahre sind, sollten Sie einmal eine Dickdarmspiegelung machen lassen (auch als Krebsvorsorge).

Laura S.: Ich habe seit circa neun Wochen Magenschmerzen. Ich kann über den Tag nichts essen - nur abends ist dies möglich. Ansonsten ist mir schlecht und es kommt zur Übelkeit und verstärkten Schmerzen. Des Weiteren habe ich eine leicht erhöhte Gallensaftproduktion, habe viel Luft im Bauch und muss oft aufstoßen. Es wurde bereits eine Magen-Darm-Spiegelung, Ultraschall, Blut- und Stuhlproben gemacht - ohne Ergebnis. Hätten Sie noch einen Tipp?

Freys: Ist eine Helicobacter-Besiedelung des Magens ausgeschlossen worden?

Dieses Thema im Programm:

Visite | 05.04.2016 | 20:15 Uhr

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