Stand: 23.05.2017 14:36 Uhr  | Archiv

Kokosöl ist gesund und vielseitig

Kokosöl ist vielseitig einsetzbar: Als Naturkosmetik soll es lange Haare vor Spliss bewahren, an den Beinen die Entfernung lästiger Haare erleichtern und die Haut weich halten. Auch als Insektenschutz und Deo wird Kokosöl eingesetzt. In der Küche gilt es wegen des hohen Gehalts an mittelkettigen Fettsäuren als gesunder Schlankmacher.

Warum Kokosöl so gesund ist

Kokosöl und Kokosfett

Man unterscheidet Kokosfett und Kokosöl:

  • Kokosfett ist eine weiße Paste. Sie wird meist stark industriell verarbeitet. Nach Erhitzen, Härten und Bleichen bleibt nur noch ein geschmacksneutrales Fett übrig, das in der Lebensmittelindustrie als Ersatz für Palmöl dient.
  • Kokosöl ist bei Raumtemperatur auch fest und sieht aus wie weißes Streichfett. Es schmeckt nach Kokos, sollte nur kalt gepresst und im Idealfall ein Naturprodukt aus biologischem Anbau sein.

Mittelkettige Fettsäuren für die Nerven

Das wertvolle Kokosöl enthält mehr mittelkettige Triglyceride (MCT) als jedes andere Pflanzenfett oder Öl. Diese Fettsäuren werden in der Leber zu sogenannten Ketonen verarbeitet und von dort als hochwertige Energielieferanten für die Nervenzellen ins Gehirn transportiert. Studien deuten darauf hin, dass Kokosöl ein Voranschreiten von Gehirnerkrankungen wie Alzheimer bremsen kann.

Insektenschutz und Schlankmacher

Zu den mittelkettigen Fettsäuren gehört auch die sogenannte Laurinsäure, auf die viele Krankheitserreger und Parasiten wie Mücken oder Zecken empfindlich reagieren. Deshalb wird Kokosöl auch als Insektenschutz eingesetzt. Laurinsäure gilt auch als Schlankheitsmittel. Das funktioniert aber nur bei gleichzeitiger Reduktion der Kohlenhydrate und beim Einsatz anderer gesunder Fette wie Omega-3-Fettsäuren. Das bedeutet: In Kokosöl gebratene Kartoffeln setzen an, Wildlachs und Gemüse in Kokosöl liefern einen gesunden Öl-Mix.

Tipps zum Kauf von Kokosöl

Der besondere Geschmack von Kokosöl kann Speisen eine exotische Note verleihen. Da es nur aus gesättigten Fettsäuren besteht, ist Kokosöl das einzige schonend gepresste Pflanzenöl, das unter großer Hitze keine gesundheitsschädlichen Transfette entwickelt. Beim Kauf von Kokosöl sollte man darauf achten, dass der Hinweis "nativ" auf dem Glas steht, dass es aus biologischem Anbau stammt und aus reifen Früchten möglichst kurz nach der Ernte gepresst wurde. Öl aus unreifen, monatelang gelagerten Nüssen schmeckt leicht ranzig.

Dieses Thema im Programm:

Visite | 23.05.2017 | 20:15 Uhr

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