Stand: 07.02.2018 08:00 Uhr

Chat-Protokoll: Inkontinenz-OP bei Frauen

Bild vergrößern
Dr. Karen Wimmer hat im Online-Chat Fragen beantwortet.

Etwa jede dritte Frau in Deutschland leidet zumindest gelegentlich an unkontrolliertem Harnverlust. Im höheren Lebensalter ist sogar die Mehrzahl der Frauen betroffen. Doch noch immer ist das Thema Inkontinenz ein Tabu, obwohl es viele Mittel dagegen gibt und keinen Grund, sich einfach damit abzufinden. Schon durch regelmäßige Beckenbodengymnastik, hormonhaltige Salben, Muskeltraining und Bewegung erlangen zwei Drittel der betroffenen Frauen die Kontrolle über ihre Blase zurück. In einigen Fällen hilft allerdings nur eine Operation.

Ihre Fragen zum Thema Inkontinenz-OP bei Frauen hat die Gynäkologin Dr. Karen Wimmer aus Bremen im Chat beantwortet. Das Protokoll zum Nachlesen.

Samantha: Ich habe von einer Lasermethode gehört. Dort soll das Gewebe "gestrafft" werden und es soll minimalinvasiv sein. Was ist davon zu halten?

Dr. Karen Wimmer: Diese Methode ist noch in den Anfängen, verspricht aber gute Erfolge. Jedoch ist die Dauer der Haltbarkeit noch nicht erprobt und wird auch noch nicht von den Krankenkassen übernommen.

Helene: Ich hatte vor 53 Jahren einen Kaiserschnitt, habe daher Verwachsungen im Bauch. Kann man trotzdem ein "spannungsfreies Band" einsetzen lassen?

Wimmer: Ja. Liebe Grüße!

Calendula: Gibt es nichtinvasive Möglichkeiten der Behebung von Blasenschwäche außer Beckenbodengymnastik? Oder aber schonende Verfahren ohne Vollnarkose?

Wimmer: Ja, lokale Salbenbehandlungen (hormonhaltige Salben), Elektrostimulationstherapie und die Einlage eines Ringes sind möglich.

Anja M.: Meine Mama leidet an Vaginalprolaps. Sie soll daran operiert werden. Meine Frage: Was bringt denn diese Operation für meine Mama und wird sich die Inkontinenz durch diese Operation verbessern?

Wimmer: Ihre Mutter sollte sich auf jeden Fall operieren lassen, da mit der Vagina oft gemeinsam die Blase "unten raus fällt" und es deshalb zu einem Harnstau kommen kann, der im allerschlimmsten Fall zu einem Nierenversagen führen kann. Dies hat keine kosmetischen, sondern tatsächlich gesundheitliche Gründe.

Dieses Thema im Programm:

Visite | 06.02.2018 | 20:15 Uhr

Inkontinenz: Therapien gegen Blasenschwäche

Gegen eine Blasenschwäche können viele Therapien helfen. Wichtig ist, dass ein Arzt an Blase und Beckenboden die Ursache der Harninkontinenz feststellt. mehr

Blasenentzündung erkennen und behandeln

Viele Frauen kennen das Problem: Harndrang, Brennen beim Wasserlassen und Schmerzen sind typische Anzeichen für eine Blasenentzündung. Was stoppt die Entzündung? mehr

Mehr Ratgeber

08:02
Mein Nachmittag

Perfektes Paar: Gräser und Astern

16.08.2018 16:20 Uhr
Mein Nachmittag
11:16
Mein Nachmittag

Alter Schmuck - wie viel ist er wert?

16.08.2018 16:20 Uhr
Mein Nachmittag
00:23
Visite