Stand: 16.05.2017 12:32 Uhr

Blutdruck: Diese Werte sind optimal

Je höher der Bluthochdruck ist, umso eher kommt es zu Schlaganfällen, Herzinfarkten, Nierenfunktionsstörungen und Herzversagen. Die Deutsche Hochdruckliga empfiehlt für die große Mehrheit der Bluthochdruck-Erkrankten einen Blutdruck von weniger als 140 zu 90 Millimeter Quecksilbersäule (mmHg.) Nur bei hohem Risiko für Herz- und Gefäßkrankheiten könne eine Senkung des systolischen Blutdrucks auf weniger als 130 mmHg erwogen werden. US-Wissenschaftler gehen noch weiter und empfehlen, den Blutdruck bei erhöhtem Risiko auf 120 mmHg zu senken.

Warum Bluthochdruck behandelt werden muss

Studie: Blutdruck noch weiter senken

Eine große US-amerikanische Studie (SPRINT-Studie) zeigt, dass Erkrankte von einer Senkung des systolischen Blutdrucks auf 120 mmHg profitieren können. Die Ergebnisse der Studie sind auch für Fachleute überraschend eindeutig: Je niedriger der Blutdruck eingestellt wird, desto länger leben die Betroffenen. Mehr als 9.300 Patienten mit einem systolischen Blutdruckwert von 130 bis 180 mmHg und einer bestehenden Herz-Kreislauf-Erkrankung oder einer chronischen Nierenerkrankung wurden für die Studie über längere Zeit beobachtet. Eine Gruppe wurde wie bisher üblich auf einen Blutdruckwert von 140 mmHg eingestellt, die andere Gruppe auf einen Wert von 120 mmHg und niedriger. Anschließend traten in der zweiten Gruppe nach einem Beobachtungszeitraum von 3,26 Jahren 25 Prozent weniger Herzinfarkte, Schlaganfälle, Herzschwäche und Todesfälle auf.

Starke Senkung mit Risiken verbunden

Die von US-Wissenschaftlern empfohlene Senkung des systolischen Blutdrucks auf 120 mmHg für bestimmte Risikogruppen erhöhte in der Studie jedoch das Risiko für unerwünschte Nebenwirkungen wie niedrigem Blutdruck (Hypotonie), Ohnmacht (Synkope), Elektrolytstörungen und akutem Nierenversagen. Wichtig sei eine regelmäßige Kontrolle der Nierenfunktion und der Blutsalze Kalium und Natrium.

Neuer Grenzwert nur für bestimmte Gruppen

Experten warnen davor, die Ergebnisse der Studie zu verallgemeinern und jeden Blutdruck unter 120 mmHg zu senken. Die Entscheidung darüber sollte von der individuellen Situation des Patienten abhängig gemacht werden:

  • Bei Bluthochdruck-Erkrankten, die zugleich an einer koronarer Herzkrankheit leiden, sollte der systolische Blutdruck nicht unter den alten systolischen Grenzwert von 140 mmHg gesenkt werden - eine drastische Senkung kann die Durchblutung der Herzkranzgefäße gefährden.
  • Je jünger und gesünder ein Bluthochdruck-Erkrankter ist, umso strenger sollte der neue Grenzwert von 120 mmHg angestrebt werden.

Blutdruck Meßgerät

Blutdruck: Welche Werte sind optimal?

Visite -

Bei hohem Risiko für Herz- und Gefäßkrankheiten raten US-Wissenschaftler zu einem systolischen Blutdruck von höchstens 120 mmHg. Doch die Empfehlung ist umstritten.

4,24 bei 29 Bewertungen

Mit von 5 Sternen

bewerten

Vielen Dank.

schließen

Sie haben bereits abgestimmt.

schließen

Weitere Informationen
mit Video

Blutdruck richtig messen

Wer an Bluthochdruck erkrankt ist, sollte zu Hause die Blutdruckwerte kontrollieren und regelmäßig eine 24-Stunden-Langzeitmessung durchführen. Worauf ist beim Messen zu achten? mehr

Welche Medikamente helfen gegen Bluthochdruck?

Diurethika, ACE-Hemmer, Beta-Blocker: Gegen Bluthochdruck gibt es viele Präparate. Welches ein Patient bekommt, hängt auch vom Alter und anderen möglichen Erkrankungen ab. mehr

Ernährung bei Bluthochdruck

Wenig Salz, viele Kräuter: Eine abwechslungsreiche Kost auf Basis der mediterranen Küche hilft, den Blutdruck ins Lot zu bringen. Wichtig dazu: reichlich trinken und viel Bewegung! mehr

Bluthochdruck durch Hormonstörung

Mit dem Blutdruck steigt auch das Risiko für Herzinfarkte oder Schlaganfälle. Bislang wurde oft eine einfache Ursache für Bluthochdruck übersehen: das Hormon Aldosteron. mehr

Interviewpartner

Interviewpartner im Studio:
Univ.-Prof. Dr. Henrik Dommisch, Direktor
Parodontologie und synoptische Zahnmedizin
Centrum 3 Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde
Charité - Universitätsmedizin Berlin
Aßmannshauser Straße 4-6, 14197 Berlin
Tel. (030) 450-56 23 22, Fax (030) 450-7 56 23 22
Internet: paro.charite.de

Interviewpartner im Beitrag:
Dr. Bernd Heinz, Zahnarzt und Parodontologe
Maria-Louisen-Straße 31 a, 22301 Hamburg
Tel. (040) 46 44 49, Fax (040) 40 13 67 12
Internet: www.praxis-dr-heinz.de

Weitere Informationen:
Deutsche Parodontose Hilfe e.V. Herne
Kirchhofstraße 2, 44623 Herne
Internet: www.parodontosehilfe.de

Online-Portal mit vielen Tipps zur richtigen Zahn- und Zahnfleischpflege
Internet: www.denta-expert.de

Dieses Thema im Programm:

Visite | 16.05.2017 | 20:16 Uhr

Mehr Ratgeber

00:51

Vogelfutter-Plätzchen aus Fonduefett

14.12.2017 16:00 Uhr
Mein Nachmittag
09:47

Linsen-Gemüse mit gebratenem Saibling

11.12.2017 16:20 Uhr
Mein Nachmittag
06:45

Wasserschaden im Auto: Wer zahlt?

11.12.2017 20:15 Uhr
Markt