Blätter einer Fensterblatt-Pflanze. © colourbox Foto: WDnet Studio
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AUDIO: Zimmerpflanzen: Die richtige Pflege (39 Min)

Monstera: Die richtige Pflege für die Trendpflanze

Stand: 13.09.2023 11:32 Uhr

Monstera, auch bekannt als Fensterblatt, ist eine grünblättrige Kletterpflanze, die ihren Ursprung in Mittel- und Südamerika hat. Hierzulande wird sie als Zimmerpflanze kultiviert. Tipps zur Pflege.

Exotische Pflanzen wie die Monstera waren erstmals zu Biedermeier-Zeiten vor rund 200 Jahren ein Hingucker in herrschaftlichen deutschen Gärten. In den 1950er-Jahren war sie die Büropflanze schlechthin. Zwischenzeitlich etwas aus der Mode gekommen, ist sie derzeit wieder äußerst beliebt. Ein Grund dafür ist sicher ihre pflegeleichte und anspruchslose Art.

Beliebte Fensterblatt-Art: Monstera deliciosa

Den Namen Fensterblatt trägt die Grünpflanze aufgrund ihrer außergewöhnlichen Blattform: Je älter eine Pflanze ist und je heller ihr Standort, desto mehr Löcher ("Fenster") zeigen sich in der ansonsten meist herzförmigen Blattoberfläche. Für kleinere Innenräume eignen sich Arten wie Monstera adansonii oder Monstera acuminata, viel Platz braucht die beliebte Art Monstera deliciosa.

Heller Standort und hohe Luftfeuchtigkeit

Ein Monstera-Blatt mit braunem Rand. © NDR Foto: Pia Schmikl
Verfärbungen der Blätter deuten auf einen ungeeigneten Standort oder falsche Pflege hin.

Ein heller Standort mit einer hohen Luftfeuchtigkeit ist ideal für eine Monstera, ähnlich wie in ihrer tropischen Heimat. Daher eignet sich zum Beispiel auch ein Badezimmer mit großem Fenster. In der warmen Jahreszeit benötigt sie eine konstante Temperatur um die 21 Grad, im Winter sollte die Temperatur zwischen 16 und 18 Grad liegen. Auf direkte Sonne, Staunässe und Durchzug reagiert sie hingegen empfindlich.

Färben sich die Blätter einer Monstera gelb oder bilden braune Ränder, kann das ein Zeichen für zu viel Feuchtigkeit oder Sonne sein.

Pflege: Monstera richtig gießen und düngen

Das Blatt einer Monstera wird mit Wasser besprüht. © NDR Foto: Pia Schmikl
Einmal pro Woche die Blätter der Monstera mit Wasser einsprühen.

Bei guter Pflege kann eine Monstera eine Höhe von bis zu drei Metern erreichen. Da die Kletterpflanze nährstoffreiche Erde bevorzugt, sollte sie während der Wachstumsphase (April bis August) alle zwei Wochen gedüngt werden. Hierzu eignet sich ein Flüssigdünger, der in halber Dosierung direkt dem Gießwasser beigefügt wird. Bevorzugt abgestandenes Wasser und Regenwasser verwenden.

Auch die Blätter der Monstera sollten regelmäßig mit Wasser besprüht werden.

Luftwurzeln bei der Monstera nicht abschneiden

Luftwurzeln einer Monstera (Fensterblatt). © NDR Foto: Pia Schmikl
Luftwurzeln sind charakteristisch für eine Monstera und können mehrere Meter lang werden.

Eine Monstera benötigt keinen regelmäßigen Schnitt. Da sie jedoch an einem hellen Standort recht schnell wächst, kann sie gelegentlich durch einen Formschnitt gestutzt werden. Sie treibt dann neu aus. Luftwurzeln hingegen nicht abschneiden. Sie unterstützen die Pflanze in ihrem Wachstum und dienen beim Klettern als natürliche Stütze. Wird die Monstera zu groß, lohnt sich ein Umtopfen im Frühling. Alternativ kann sie aber auch von Vornherein in ein relativ großes Gefäß gepflanzt werden.

Monstera durch Stecklinge vermehren

Wer eine Monstera vermehren möchte, tut dies am besten durch Stecklinge. Ein guter Zeitpunkt hierfür sind die Sommermonate. Darauf achten, dass der abgeschnittene Trieb über mindestens zwei Blätter und mehrere Luftwurzeln verfügt. Den Steckling in zimmerwarmes Wasser (20 bis 25 Grad) stellen, bis sich neue Wurzeln bilden.

Monstera: Giftig für Kleinkinder und Haustiere

Die Monstera ist giftig. Die Grünpflanze daher immer außer Reichweite von Kleinkindern und Haustieren platzieren. Besonders ein Verzehr der Pflanzenteile sollte unbedingt vermieden werden. Der Pflanzensaft kann zudem Hautreizungen auslösen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Gartenpodcast: Alles Möhre, oder was?! | 04.01.2023 | 19:05 Uhr

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