Stand: 08.03.2018 17:49 Uhr

Prima Klima: Zimmerpflanzen steigern Wohlbefinden

von Oliver Klebb, NDR.de
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Grüne Lunge im Wohnzimmer: Planzen auf der Fensterbank produzieren wertvollen Sauerstoff.

Dicke Luft kennt jeder, der sich öfter zusammen mit anderen Menschen in geschlossenen Räumen aufhält. Menschen atmen Kohlendioxid und Feuchtigkeit aus, beides lagert sich in der Raumluft an. Neben der Temperatur bestimmen diese Faktoren maßgeblich die Konzentrationsfähigkeit und das Wohlbefinden. Ideal ist eine Raumtemperatur zwischen 18 und 21 Grad bei einer Luftfeuchtigkeit von etwa 50 Prozent. Die Kohlendioxid-Konzentration in der Raumluft sollte ebenfalls nicht zu hoch sein.

Eine Pflanze steht im Fenster eines Friseursalons.

Neue Trends bei Zimmerpflanzen

Mein Nachmittag -

Zimmerpflanzen verbessern nachweislich das Raumklima und steigern das Wohlbefinden. Dekorative Klassiker wir Monstera und Bogenhanf erleben derzeit ein Comeback.

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In der Raumluft gelöste Schadstoffe aus Möbeln, Teppichen und Baustoffen können zudem bei empfindlichen Menschen Schwindel, Schleimhautreizungen, Kopfschmerzen, Allergien, Asthma oder Erkrankungen der Nasennebenhöhlen auslösen. Grüne Zimmerpflanzen können helfen, das Raumklima auf natürliche Weise zu verbessern - und sogar Schadstoffe binden.

Sauerstoffspender und Luftbefeuchter

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Großblättrige Pflanzen wie der Kolbenfaden sind gut zur Luftverbesserung geeignet.

Grünpflanzen wandeln über das Chlorophyll in ihren Blättern mithilfe von Sonnenlicht Kohlendioxid unter anderem in Sauerstoff um. Dieser biochemische Vorgang heißt Fotosynthese. Ein weiterer Vorteil von Zimmergewächsen ist die natürliche Luftbefeuchtung, denn mehr als 90 Prozent des Gießwassers wird wieder an die Umgebung abgeleitet - und zwar frei von Keimen. Bei trockener Heizungsluft im Winter ist das eine Wohltat für die Nasenschleimhäute und damit eine wirksame Vorbeugung gegen Erkältungen. Bei hohen Temperaturen im Sommer sorgt die Feuchtigkeitszufuhr zudem für angenehme Kühle.

Hierbei gilt: Je mehr Pflanzen, desto größer die Sauerstoff- und Befeuchtungsleistung. Gut geeignet für diesen Zweck sind großblättrige Arten wie beispielsweise Zimmerlinde, Nestfarn, Zypergras, Ficus, Kolbenfaden oder Aralien-Arten. Abhängig von den Gießintervallen lässt sich mit Zimmerpflanzen die Luftfeuchtigkeit um etwa fünf Prozent erhöhen.

Besondere Arten für das Schlafzimmer

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Bromelien gehören zu den Gewächsen, die über Nacht Kohlendioxid absorbieren.

Arten, die nachts Kohlendioxid aufnehmen, können hervorragend im Schlafzimmer aufgestellt werden. Zu diesen Pflanzen gehören unter anderem Bogenhanf, Echte Aloe, Bromelie und Orchidee. Um den Pflegeaufwand durch häufiges Gießen zu reduzieren, ist die Verwendung von Tongranulaten empfehlenswert. Sie sind außerdem weniger anfällig für gesundheitsschädlichen Schimmelpilzbefall als normale Blumenerde.

Grünpflanzen als natürliche Schadstoffkiller

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Ist die Raumluft mit Formaldehyd belastet, können Grünlilien wirksam Abhilfe schaffen.

Einige der grünen Zimmerbewohner können jedoch noch viel mehr: Bestimmte Arten sind in der Lage Giftstoffe wie Formaldehyd (Spanplatten von Möbeln), Benzol (Lacke und Kunststoffe) oder Trichlorethylen (Farben/Lacke, chemische Reinigungsmittel) aus der Raumluft zu filtern. Australische Wissenschaftler haben in Testreihen festgestellt: Grünpflanzen können die Schadstoffbelastung in der Raumluft um mehr als 50 Prozent senken.

Hierzu universell einsetzbar sind Gewächse wie Efeu, Philodendron und Drachenbaum, aber auch das Einblatt. Wer gezielt die Formaldehyd-Belastung senken möchte, sollte unter anderem die Echte Aloe oder die Grünlilie zu Hause aufstellen.

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