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Lilien: Bezaubernde Blüten und intensiver Duft

Stand: 17.03.2021 10:36 Uhr

Ihr Duft ist betörend und die Blüte extravagant: Lilien sind außergewöhnliche Pflanzen. Am richtigen Standort und mit der richtigen Pflege gedeihen die wunderschönen Blumen prächtig.

Es gibt über hundert Lilien-Arten und noch viel mehr Züchtungen - die Auswahl an den intensiv duftenden Blumen ist also riesengroß. Wer verschiedene Lilien-Sorten pflanzt, kann sich an ihrer Schönheit von Mai bis August oder September erfreuen. Die Hauptblütezeit vieler Sorten ist im Juli.

Königslilie, Feuerlilie und Baumlilie: Große Vielfalt

Los geht es beispielsweise mit der Blüte der Martagon-Lilie, auch Türkenbund genannt. Es folgt die Mandarin-Lilie (Riesen-Türkenbund). Im Juli blühen Königslilie und Feuerlilie. Die stattliche Baumlilie blüht bis in den August hinein. Letztere kann besondere, fast schon extravagante Akzente im Garten setzen.

Der richtige Standort und passende Begleiter für Lilien

pinkfarbene Lilie © fotolia.com Foto: Alexander
Lilien wachsen am besten an sonnigen Standorten.

Lilien benötigen einen sonnigen Standort - zumindest die Blüten. Der untere Teil der winterharten Pflanze sollte idealerweise etwas beschattet werden, etwa von einjährigen Sommerblumen. In Kombination mit manchen Stauden wirken zudem gerade die großblütigen Liliensorten besonders hübsch. Zu den imposanten Blüten passen Pflanzen, die feine Akzente setzen und Schatten spenden. Dazu zählen Wiesenraute, hohe Katzenminze, Storchschnabel, Eisenkraut, oder das Große Schleierkraut. Alternativ ist auch eine Mulchschicht hilfreich, um den Wurzelbereich vor Sonneneinstrahlung zu schützen.

Lilien, insbesondere kleinere Sorten, lassen sich auch problemlos in Kübel pflanzen. Mit dem richtigen Winterschutz für Kübelpflanzen, kommen sie gut durch die kalte Jahreszeit.

Zwiebeln im Herbst oder Frühling setzen

Beim Kauf von Lilienzwiebeln - am besten im Fachhandel - sollte man darauf achten, dass sie frisch sind, also gut entwickelte, vitale Wurzeln am Zwiebelboden haben. Der Fachhandel bietet Lilienzwiebeln im Spätsommer beziehungsweise Frühherbst an, das ist die beste Pflanzzeit. Es ist aber auch möglich, die Zwiebeln im Frühling zu setzen.

Lilienzwiebeln richtig pflanzen

Der Gartenboden sollte locker und durchlässig sein, denn Lilienzwiebeln vertragen keine Staunässe. Beim Pflanzen, insbesondere bei lehmigen Böden, ist es deshalb empfehlenswert, im Pflanzloch eine mehrere Zentimeter dicke Dränageschicht anzulegen. Die unterste Schicht sollte aus grobem Kies bestehen, darüber am besten eine Mischung aus Sand, Kompost und Gartenerde geben. Die Zwiebel sollte zudem mit Sand eingehüllt werden.

Wie tief die Zwiebel in die Erde gesetzt wird, richtet sich nach ihrer Höhe: Sie wird zwei- bis dreimal so tief gepflanzt wie sie hoch ist. Sollten Wühlmäuse den Garten bevölkern, empfiehlt es sich zudem, die Zwiebeln in spezielle Drahtkörbe zu pflanzen, die vor den Nagern schützen.

Lilien richtig düngen und pflegen

pinkfarbene Lilie © fotolia.com Foto: K.-U. Häßler
Mit den richtigen Begleitpflanzen kommen Lilien besonders gut zur Geltung.

Haben sie den richtigen Standort, sind Lilien recht pflegeleichte Pflanzen. Empfehlenswert ist eine Düngung im Frühjahr, am besten mit organischem oder anorganischem Volldünger. Wichtig ist, dass der Dünger nicht zu viel Stickstoff enthält. Verblühte Blüten sollten entfernt werden, damit die Pflanze ihre Kraft nicht in die Samenbildung steckt. Die Blätter werden erst dann knapp über dem Boden abgeschnitten, wenn sie welk sind.

Lilien für die Vase schneiden

Lilien eignen sich auch besonders gut für die Vase, denn sie halten etwa zwei bis drei Wochen. Wer die Blumen frisch im Garten schneidet, sollte sie kurz vor dem Aufblühen, wenn die Knospen schon eine kräftige Farbe haben, abschneiden. Die Blumen werden so geschnitten, dass maximal die Hälfte, besser nur ein Drittel des Stängels verbleibt. Der beste Zeitpunkt für den Schnitt sind die frühen Morgen- oder Abendstunden.

Typischer Schädling: Was tun gegen das Lilienhähnchen?

Ein Lilienhähnchen sitzt auf einer Lilienblüte © mfg film
Das Lilienhähnchen liebt den Geschmack der hübschen Zierpflanze.

Ein leuchtend roter kleiner Käfer macht Lilien häufig zu schaffen: das Lilienhähnchen. Insbesondere die Larven richten oft einen großen Schaden an den Pflanzen an. Sie befinden sich meist an den Blattunterseiten und sind im Gegensatz zu den ausgewachsenen Käfern nicht so leicht zu erkennen. Eine Möglichkeit ist, die Pflanzen ab Mai regelmäßig zu untersuchen und Käfer und Larven abzusammeln. Auch das Abspritzen mit einem Wasserstrahl kann helfen.

Sud aus Salbei und Eichenrinde schützt vor Schädling

Vorbeugend kann man auch einen Sud aus Eichenrinde und Salbei herstellen und die Lilien damit besprühen. Der Salbei hat ätherische Öle und duftet stark, die Eichenrinde sondert Gerbstoffe ab, die von der Lilie aufgenommen werden und die Lilienhähnchen auf diese Weise irritiert und vertreibt.

  • 100 Gramm Salbei klein schneiden und mit der Rinde von zwei bis drei Eichenzweigen in einen Topf mit einem Liter Wasser geben.
  • Das Gemisch eine halbe Stunde kochen lassen. Dabei lösen sich ätherische Öle aus den Kräutern und Gerbstoffe aus der Eichenrinde.
  • Den Sud im Topf auskühlen lassen und durch ein Sieb in ein Weckglas füllen. So ist er drei Monate haltbar.
  • Die Flüssigkeit in eine Sprühflasche füllen und die Pflanze einsprühen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Gartentipps | 10.04.2021 | 06:50 Uhr

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