Stand: 24.08.2018 09:29 Uhr

Hortensien-Pflege leicht gemacht

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Sylvia Meyer aus Kösterbeck zeigt die üppigen Blüten einer Rispenhortensie in ihrer vollen Pracht.

Lange galten sie als altmodisch, heute blühen sie wieder in fast jedem Garten: Hortensien (Hydrangea). Mit ihren blütenbesetzten Dolden bilden sie Farbtupfer in Violett, Rosa, Weiß oder Blau. Die blühfreudigen Pflanzen bevorzugen einen Standort im Halbschatten, aber die meisten Arten vertragen auch ein sonniges Plätzchen. Der Boden sollte tiefgründig, locker und humos sein und der Standort windgeschützt. Vor dem Pflanzen sollten Hortensien für etwa zehn Minuten in einen mit Wasser gefüllten Eimer gestellt werden.

Reporter und Gast mit einem Strauch Hortensien in der Hand.

Hortensien pflegen: Was tun bei Hitzeschäden?

Mein Nachmittag -

Farblose Blätter, braune Ränder: Die Sommerhitze hat Hortensien zugesetzt. Was tun? Außerdem: Hortensien blau färben und vermehren. Experte Matthias Schuh gibt Tipps.

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Hortensien nicht austrocknen lassen

Generell gilt: Hortensien lieben Wasser, die Erde muss daher vor allem bei trockenem und warmem Wetter feucht gehalten werden. Das gilt auch für Hortensien im Kübel - wobei immer darauf geachtet werden muss, dass keine Staunässe entsteht. Bei anhaltender großer Hitze sollten sie morgens und abends gegossen werden, denn die Pflanzen verdunsten über ihre vielen Blätter jede Menge Wasser.

Gießtrick für Hortensien im Beet

Wenn man ein oder zwei Tage mal nicht gießen kann, lohnt sich der Kauf eines einfachen Maurerkübels aus Kunststoff, es gibt ihn in Baumärkten in verschiedenen Größen für wenig Geld. In so einen Kübel einfach in den Boden ein Loch bohren. Den Kübel mit Wasser befüllen und neben die Hortensie ins Beet stellen. Das Wasser tropft dann langsam durch das kleine Loche in den Wurzelbereich der Pflanze und hilft ihr so über den heißen Tag.

Bewässern im Kübel

Wer eine Bewässerungshilfe für seine Balkonpflanze benötigt, kann zu einer Plastikflasche greifen. In den Deckel der leeren Flasche ein oder zwei kleine Löcher pieksen oder bohren und die Flasche mit Wasser befüllen. Den Deckel aufschrauben und kopfüber in die Erde des Blumenkübels stecken. Das Wasser tropft langsam aus dem Deckel heraus und versorgt die Hortensie für einige Zeit. Zur Sicherheit sollte man vorher ausprobieren, ob ausreichend Wasser entweicht oder ob ein weiteres Loch im Deckel notwendig ist.

Der richtige Schnitt für Hortensien

Wann und wie stark eine Hortensie beschnitten werden sollte, hängt von der jeweiligen Sorte ab. Bei der Bauernhortensie beziehungsweise Japanhortensie sowie der Kletterhortensie sollten im Frühling nur erfrorene oder abgestorbene Triebe entfernt werden. Schneidet man zu viel, blüht die Pflanze nicht mehr so üppig oder gar nicht, denn die Blüten werden bereits im Vorjahr angelegt. Soll eine ältere Hortensie verjüngt werden, lohnt sich ein radikaler Rückschnitt bis zu einer Handbreit über dem Boden. Sie blüht dann zwar noch nicht im aktuellen Jahr - doch schon im Jahr darauf wirkt die Hortensie wieder wie neu. Die Rispenhortensie verträgt dagegen einen starken Rückschnitt im Winter und belohnt dies mit buschigem Wuchs und vielen Blüten.

Welche Pflege für welche Hortensie?

Hortensien überwintern

Hortensien sind prinzipiell winterhart. Zur Sicherheit sollte man sie mit einem leichten Winterschutz aus Reisig vor strengem Frost schützen. Bei Kübelpflanzen sollte das Gefäß mindestens einen Durchmesser von 30 bis 40 Zentimetern haben. Pflanzen in kleineren Töpfen sollten an einem weitestgehend frostfreien, aber kalten Ort bei circa 3 bis 5 Grad überwintern.

Dünger gibt Kraft

Im Fachhandel ist spezieller Hortensien-Dünger erhältlich, geeignet ist aber auch Azaleen- oder Rhododendron-Dünger. Die Düngerzugabe sollte zwischen Mai und Juli erfolgen. Der Dünger ist stickstoffbetont und enthält wenig Phosphor.

Hortensien blau färben

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Von Natur aus gibt es keine blauen Hortensienblüten.

Blaue Hortensien gibt von Natur aus nicht - erst die Zusammensetzung des Bodens bewirkt, dass die Blüten blau werden. Das funktioniert allerdings nur bei rosafarbenen Pflanzen, eine weiße oder rein rote Blüte lässt sich nicht umfärben. Die farbliche Veränderung dauert einige Zeit, meist ist sie erst im zweiten Jahr vollständig. Wichtig für eine blaue Blüte ist ein saurer Boden (pH-Wert 4,0 bis 4,5) und das Vorkommen von Aluminium. Dies entspricht der Bodenbeschaffenheit, die auch für Rhododendren wichtig ist. Deshalb bei alkalischem Boden einfach ein großes Pflanzloch graben und mit Rhododendron-Erde anfüllen.

Das für die Blaufärbung verantwortliche Aluminium wird dem Boden durch ein im Fachhandel erhältliches Blaufärbemittel oder durch Kalialaun aus der Apotheke zugeführt. In der sauren Umgebung kann die Pflanze das Aluminium aufnehmen und die Farbstoffe in den Blüten einlagern. Um sauren Boden zu erhalten, ist insbesondere bei Pflanzung in Kübeln darauf zu achten, nur Regenwasser beziehungsweise sehr weiches Wasser zu verwenden.

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Hortensien richtig schneiden

01.05.2018 17:30 Uhr
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Dieses Thema im Programm:

Mein Nachmittag | 23.08.2018 | 16:20 Uhr

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