Rispenhortensie mit weißen und pink verfärbten Blüten © PantherMedia Foto: NadyaSo

Rispenhortensien: Unkomplizierte Blühwunder

Stand: 18.02.2022 16:58 Uhr

Sie vertragen Trockenheit, blühen üppig und benötigen wenig Pflege: Rispenhortensien sind auch für Garten-Anfänger geeignet. Selbst der Rückschnitt der winterharten Pflanze ist sehr einfach.

Rispenhortensien (Hydrangea paniculata) sollten in keinem Garten fehlen. Sie sehen mindestens genauso prächtig aus wie die beliebten Bauernhortensien, haben im Vergleich aber jede Menge Vorteile: Rispenhortensien kommen gut mit Trockenheit und Frost klar und das Schneiden ist ganz einfach. Je nach Sorte erstreckt sich die Blütezeit etwa von Juni bis November.

Insektenfreundliche Sorten und besondere Farben

Rosa verfärbte Blüte einer Rispenhortensie © imago images / Eibner
Manche ursprünglich weiße Rispenhortensien verfärben sich rosa oder rot.

Die kegelförmigen Blüten der meisten Rispenhortensien sind weiß. Ungewöhnlich groß - etwa 20 bis 25 Zentimeter lang - sind die Rispen der beliebten Sorte "Grandiflora". Besonders attraktiv: Die Blütenfarbe vieler Sorten wechselt im Verlauf der Zeit zu einem zarten Rosa. Dazu zählt "Limelight", die zunächst grünlich-weiße Blüten hat. "Wims Red" verfärbt sich nach und nach über Rosa bis zu einem kräftigen Rot. Diese Pflanzen gelten ebenso wie "Kyushu" als besonders insektenfreundlich - ein weiterer Vorteil gegenüber der Bauernhortensie, deren Blüten steril sind.

Prädikat für zehn Rispenhortensien-Sorten

Bei "Limelight", "Wims Red" und "Kyushu" handelt es sich zudem um sogenannte Premiumgehölze. Der Arbeitskreis Premiumgehölze vergibt sein Prädikat an ausgewählte Sorten bestimmter Gehölze. Zu den Kriterien zählen Winterhärte, Resistenz gegenüber Schädlingen, Zierwert und Robustheit. Insgesamt zehn Rispenhortensien-Sorten haben dieses Gütesiegel erhalten. Sorten mit diesem Prädikat erfüllen die Bewertungskriterien bundesweit und somit für verschiedene klimatische Regionen.

Rote Blüten einer Japanischen Zaubernuss © imago images / McPHOTO
AUDIO: Premiumgehölze: Welche eignen sich für den Garten? (42 Min)

Der richtige Standort für Rispenhortensien

In den vergangenen Jahren waren die Sommermonate infolge des Klimawandels in vielen Regionen sehr trocken, für viele Hortensien-Arten ein Problem. Mit kürzeren Phasen von Trockenheit kommen Rispenhortensien dagegen in der Regel gut klar. Dennoch benötigen sie natürlich regelmäßig Wasser. Der Gartenboden sollte eher nährstoffreich und durchlässig sein. Rispenhortensien bevorzugen einen sonnigen bis halbschattigen und möglichst windgeschützten Standort. An einem idealen Platz können sie je nach Sorte zwischen zwei und vier Meter hoch und bis zu drei Meter breit werden.

Rispenhortensien pflanzen und düngen

Prinzipiell können Rispenhortensien von Frühling bis Herbst gepflanzt werden, der beste Zeitpunkt ist das Frühjahr, wenn keine strengen Fröste mehr zu befürchten sind. Vor dem Einpflanzen den Wurzelballen einige Zeit in einen Eimer mit Wasser stellen, damit die Pflanze ausreichend versorgt ist. Das Pflanzloch so ausheben, dass es etwa das doppelte Volumen des Ballens hat.

Weiß blühende Rispenhortensie der Sorte "Limelight" © imago images / McPHOTO
Der beste Zeitpunkt zum Pflanzen von Hortensien ist das Frühjahr.

Beim Einpflanzen darauf achten, dass die Hortensie nicht tiefer als im Topf in der Erde steht. Eher nährstoffarme Böden mit Kompost verbessern. Die junge Rispenhortensie nach dem Pflanzen und in den Folgemonaten regelmäßig gießen. Damit das Wasser nicht so schnell verdunstet, am besten rund um die Pflanze Mulch verteilen. Darunter kommt ein wenig organischer Dünger wie Hornspäne.

Wie schneide ich Rispenhortensien?

Rispenhortensien sollten am besten im zeitigen Frühjahr kurz vor dem Austrieb geschnitten werden. Im Gegensatz zur beliebten Bauernhortensie bilden Rispenhortensien ihre Blüten nicht im Vorjahr. Bei einem kräftigen Rückschnitt fällt die Blüte also nicht aus. In der Regel werden die Triebe der Pflanze um ein Drittel gekürzt. Dafür immer direkt oberhalb eines Knospenpaares schneiden. Die äußeren Triebe etwas kürzer als die inneren halten. Entfernt werden außerdem Totholz, nach innen wachsende und sehr dünne Triebe.

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Schön in der Vase und als Trockenblume

Rispenhortensien hängen zum Trocknen unter einer Holzdecke. © Colourbox Foto: Irina Mos
Zum Trocknen können Rispenhortensien einfach kopfüber aufgehängt werden.

Die auffälligen Blüten von Rispenhortensien machen auch als Schnitt- und Trockenblume in der Vase eine gute Figur. Geschnitten wird am besten kurz vor dem Verblühen. Wer die Blumen trocknen und die Farben fixieren möchte, mischt für die Vase einfach zwei Drittel Wasser mit einem Drittel Glycerin. Das Mittel ist in Apotheken und Drogerien erhältlich. Die Blütenstiele in die Vase stellen und das Wasser einfach verdunsten lassen. Alternativ können die Rispen einfach kopfüber an einem Ort ohne Sonneneinstrahlung zum Trocknen aufgehängt werden.

Viele Sorten für Kübel geeignet

Kleinwüchsige Sorten wie "Diamant Rouge", aber auch beispielsweise "Pinky Winky", eignen sich auch für den Kübel. Dieser sollte ein Volumen von mindestens 30 Litern und ein Abflussloch für überflüssiges Wasser haben. Rispenhortensien in Kübeln sollten von März bis Anfang September mit Flüssigdünger versorgt werden.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Zur Sache | 17.10.2021 | 18:05 Uhr

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Zierpflanzen

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