Die Blüte der Schlehe © fotolia.com Foto: Thorsten Jahns

Mit blühenden Gehölzen den Garten gestalten

Stand: 26.02.2021 14:45 Uhr

Im Frühling ist ein guter Zeitpunkt, um den Garten neu zu gestalten. Besonders attraktiv sind Bäume und Sträucher, die schon beim Einpflanzen in voller Blüte stehen.

Zu den besonders hübsch blühenden Pflanzen zählen beispielsweise Magnolie, Rhododendron oder Kupferfelsenbirne. Vor dem Pflanzen sollte man sich allerdings genau informieren, welche Anforderungen die neue Pflanze an ihren Standort hat und ob ausreichend Platz vorhanden ist. Wer das ganze Jahr über blühende Gewächse im Garten haben möchte, sollte zudem darauf achten, attraktive Pflanzen für Frühjahr, Sommer und Herbst zu setzen.

Container-, Wurzel- und Ballenware: Was ist der Unterschied?

Gepflanzt werden sollte an einem frostfreien Tag. Wer blühende Pflanzen in die Erde bringen möchte, sollte sich für sogenannte Containerware entscheiden. Diese Pflanzen wurden in Töpfen großgezogen und mehrfach umgetopft. Der Vorteil: Containerpflanzen haben bei der Topfkultur so viele Feinwurzeln gebildet, dass sie zu jeder Jahreszeit (außer bei gefrorenem Boden) gepflanzt werden können - also auch blühend oder fruchtend.

Bei Wurzelware ("wurzelnackte Pflanzen") handelt es sich um ein bis drei Jahre alte Pflanzen mit nackten Wurzeln, die gezogen, gepflanzt und zwischen Herbst und Frühjahr verkauft werden. Sie sind besonders günstig. Sie werden aber nur während der Vegetationsruhe - also ohne Blätter und Blüten - eingepflanzt. Ballenware sollte ebenfalls während der Vegetationsruhe gepflanzt werden.

Den Boden zum Pflanzen vorbereiten

Einpflanzen eines Obstbaumes © picture-alliance/dpa Foto: Robert B. Fishman
Ende Februar können auch Gehölze gepflanzt werden - allerdings nur, wenn es keinen Frost gibt.

Bevor neue Pflanzen in die Erde kommen, sollte diese möglichst tief aufgelockert werden. Denn ein verdichteter Boden erschwert das Einwurzeln und kann zu Staunässe führen. Der ideale Gartenboden ist ein krümeliger, gut durchlüfteter Boden, der ausreichend Wasser speichern kann, sich leicht bearbeiten lässt und genügend Nährstoffe enthält. Bei zu lehmigem Boden ist es empfehlenswert etwas Sand beizumischen. Sandiger Boden wiederum kann mit Lehm oder Tonmineralmehl verbessert werden.

Pflanzloch graben und ausreichend wässern

Das Pflanzloch sollte etwa eineinhalb bis zweimal so breit und tief sein wie Wurzeln oder Ballen. Aber: Die Pflanze nicht tiefer einsetzen, als sie im Topf gestanden hat. Vor dem Einpflanzen müssen neue Gehölze ausgiebig gewässert werden, zum Beispiel in einem mit Wasser gefüllten Eimer. Dann die Pflanze ins Loch setzen, festhalten und das Loch mit Erde zuschütten. Größere Gewächse sollten einen Stützpfahl bekommen.

In die obere Erdschicht kann etwas Kompost eingearbeitet werden, er liefert wichtige Nährstoffe. Die Erde andrücken, aber nicht zu sehr festtreten, um eine Verdichtung des Bodens zu vermeiden. Zum Abschluss die Pflanze gießen, dafür am besten einen Gießrand aus Erde schaffen, damit das Wasser nicht von der Pflanze wegfließt.

So funktioniert das Umpflanzen

Bei vorhandenen Gehölzen, die verpflanzt werden sollen, gilt: Mit dem Spaten die obere, kaum durchwurzelte Bodenschicht entfernen und die Pflanze dann vorsichtig aus dem Loch heben, sodass der Ballen erhalten bleibt. Das neue Pflanzloch muss ungefähr anderthalb Mal so groß wie der Wurzelballen beziehungsweise zwei Mal so groß wie das nackte Wurzelsystem sein.

Die Erde am Pflanzlochgrund gründlich auflockern, gut wässern und den Strauch einsetzen. In hartem oder verdichtetem Boden ist es besser, tiefer zu graben und das Loch später wieder mit lockerer Erde - am besten einer Mischung aus zugekauftem Substrat und der vorhandenen Gartenerde - aufzufüllen und gut einzuschlämmen. Ein Gießring rund um die Pflanze sichert garantiert eine optimale Wasserversorgung.

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