Dekoration mit Hauswurz © Fotolia.com Foto: focus finder

Alpine Stauden pflanzen und pflegen

Stand: 24.03.2016 10:53 Uhr

Die kleinwüchsigen Stauden stammen aus dem Hochgebirge und werden auch Steingartenpflanzen genannt. In Gruppen gepflanzt sehen alpine Stauden wunderschön aus. Sie sind relativ anspruchslos.

Im Gegensatz zu typischen Gartenstauden wie Rittersporn, Taglilien oder Pfingstrosen stammen alpine Stauden aus dem Hochgebirge, oft aus Regionen oberhalb der Baumgrenze. Sie kommen nicht nur aus den europäischen Alpen, sondern auch aus anderen Gebirgen der Welt sowie aus arktischen Gebieten. Aufgrund der besonderen klimatischen Verhältnisse, die an ihrem natürlichen Standort herrschen, benötigen alpine Stauden spezielle Bodenvorbereitung und Pflege.

Polsterartiger Wuchs und schöne Blüten

Mehlprimel © Fotolia.com Foto: emer
Alpine Stauden wie die Mehlprimel fühlen sich auch in kleinen Räumen zwischen Steinen wohl.

Fast alle alpinen Stauden, oft auch Steingartenpflanzen genannt, wachsen sehr langsam und werden nicht größer als 20 Zentimeter. Der polsterartige Wuchs und die filigranen Blüten machen ihren besonderen Reiz aus. Sie lassen sich auf engstem Raum zu kleinen Landschaften gestalten. Selbst zerbrochene Blumentöpfe oder Dachpfannen eignen sich als Pflanzgefäße. Am besten zur Geltung kommen sie allerdings in kleinen, eigens dafür angelegten Beeten oder Trögen aus Naturstein.

Das richtige Substrat auswählen

Alpine Stauden sind Minimalisten. Sie kommen häufig fast ohne organische Masse zurecht und vertragen keine Staunässe. Als Pflanzsubstrat kommen deshalb mineralische Stoffe wie Basaltsplitt, Granitbruch, Sandstein, Sand oder Kies zum Einsatz. Einige dieser Stauden benötigen allerdings auch einen kleinen Anteil an Lehm oder Kompost.   

Einen Steintrog bepflanzen

Wichtig ist neben einem eher kargen Substratangebot eine Möglichkeit zur Entwässerung (Dränage), denn die Winterfeuchtigkeit macht den alpinen Stauden zu schaffen. Der Steintrog sollte deshalb ein oder mehrere Löcher haben. Diese vor dem Bepflanzen mit Tonscherben abdecken. Dann je nach Pflanzenart den Trog mit dem passenden Substrat füllen und die Stauden einsetzen. Zwischen den einzelnen Pflanzen sollte dabei noch genügend Platz bleiben, um dort Steine oder Wurzelholz zu platzieren und so kleine Landschaften zu gestalten. Zum Schluss angießen.

Diese Stauden eignen sich für die Pflanzung

  • Stern-Polster-Glockenblume (Campanula garganica)
  • Hauswurz (Sempervivium-Arten)
  • Dolomiten-Fingerkraut (Potentilla nitida)
  • Alpen-Nelke (Dianthus alpinus)
  • Mehlprimel (Primula farinosa)
  • Steinbrech (Saxifraga)
  • Polster-Phlox (Phlox subulata)

Weitere Informationen
Steingarten mit üppig blühenden Pflanzen © picture alliance / Arco Images GmbH Foto: Diez, O.

Steingärten sind pflegeleicht und farbenfroh

Sie eignen sich für sonnige Standorte und sind bei guten Bedingungen pflegeleicht: Steingärten. Tipps zum Pflanzen. mehr

Dieses Thema im Programm:

17.03.2018 | 08:00 Uhr

Mehr Gartentipps

Blühende Pfingstrosen im Stadtpark.  Foto: Anja Deuble

Pfingstrosen: Üppige Blütenpracht in Beet und Vase

Pfingstrosen begeistern mit ihren üppigen Blüten. Die Staude ist pflegeleicht und eignet sich auch für die Vase. mehr

Gartenbank vor blühenden Rhododendron-Büschen © fotolia. Foto: Debu55y

Gartentipps für Mai

Im Mai sprießt das Unkraut und sollte gründlich entfernt werden. Die Blütezeit vieler Pflanzen beginnt, etwa von Päonien. mehr

Frühlingsblumen in einer Kiste und Übertöpfen © fotolia Foto: Jeanette Dietl

Gartenkalender: Tipps von Januar bis Dezember

Jeden Monat gibt es im Garten etwas zu erledigen. Ein Überblick mit den wichtigsten Tipps, nach Monaten sortiert. mehr