Stand: 22.06.2018 15:51 Uhr

Physalis: Exotische Frucht gedeiht im Kübel

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An einem vollsonnigen Plätzchen gedeihen die leckeren Früchte der Physalis.

Als Dekoration von Desserts oder in den Auslagen der Supermärkte - so kennen die meisten die unter dem Namen Physalis bekannte exotische Frucht mit den eingetrockneten Blütenblättern. Botanisch gesehen handelt es sich hierbei jedoch um den Gattungsbegriff. Der korrekte Name lautet eigentlich Kapstachelbeere oder auch Andenbeere. Physalis stammt ursprünglich aus Peru und Chile. Angebaut wird sie heute auch in Amerika, Indien, Südfrankreich oder Neuseeland. Die Pflanze kann im Frühjahr mit Samen vorgezogen oder im Handel erworben werden.

Physalis benötigt sonnigen Standort

Da Physalis sehr frostempfindlich ist, ist es hierzulande nicht empfehlenswert, sie ins Beet zu pflanzen. Wer sich dennoch dafür entscheidet, muss sie vor den ersten Frösten wieder ausgraben und versuchen, sie in einem Kübel zu überwintern. Aus diesem Grund sollte die Andenbeere besser ganzjährig im Kübel kultiviert werden. Ideal ist ein windgeschützter Standort, der südlich bis südwestlich ausgerichtet ist, denn die Pflanze benötigt viel Sonne. Gut geeignet ist ein überdachter Platz, der vor starkem Regen schützt.

Drainage schützt vor Staunässe

Die Pflanze wird etwa ein bis zwei Meter hoch und benötigt eine Rankhilfe. Das Pflanzgefäß sollte ein Fassungsvermögen von mindestens zehn Litern und ein Abzugsloch für überschüssiges Gießwasser haben. Samit keine Staunässe entsteht, sollte beispielsweise Blähton als Drainageschicht verwendet werden. Als Substrat ist torffreie Bio-Erde empfehlenswert. Beim Einpflanzen zum Düngen am besten etwas Hörnspäne dazugeben. Die Erde sollte gleichmäßig feucht gehalten werden.

Nur Früchte mit vertrockneten Lampionhüllen ernten

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Unreife Physalis sind giftig und dürfen nicht gegessen werden.

Die Blüten der Physalis sind gelb mit schwarzen Flecken. Aus ihnen bilden sich etwa acht bis neun Wochen nach der Blüte die zunächst grünen Laternen, die zur Erntezeit orange bis hellbraun werden. Wenn die Sonne ausreichend scheint, kann Ende August, Anfang September die Ernte erfolgen. Wichtig: Die Früchte sind erst reif, wenn die Lampionhülle (Blatthülle) vertrocknet ist und pergamentartig aussieht. Unreife grüne Früchte sind giftig und dürfen nicht verzehrt werden. Die Früchte sind sehr gesund, sie enthalten Vitamin C, Vitamin B1 und B6 und Eisen.

Die Andenbeere überwintern

Zur Vorbereitung auf das Winterquartier die Andenbeere ab Anfang Oktober weniger gießen und nicht düngen. Die Pflanze maximal zur Hälfte zurückschneiden und vor den ersten Nachtfrösten an einen hellen Platz bei 10 bis 15 Grad stellen. Der Wurzelballen darf in dieser Zeit nicht austrocknen, die Erde sollte aber auch nicht zu feucht sein. Zum Frühjahr hin die Pflanze wieder stärker gießen und nach und nach ans Freie und die Sonne gewöhnen. Dabei bis zu den Eisheiligen im Mai darauf achten, dass die Physalis keinen Frost bekommt.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Gartentipps | 23.06.2018 | 06:50 Uhr

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