Stand: 05.11.2015 11:46 Uhr  | Archiv

Welchen Fisch essen die Deutschen am liebsten?

Fisch und Fischereierzeugnisse werden deutschlandweit immer beliebter. 1,1 Millionen Tonnen haben die Deutschen im Jahr 2014 gegessen. Das entspricht einem Pro-Kopf-Verbrauch von etwa 14 Kilogramm Fanggewicht. Durchschnittlich 5,2 Kilo Produktgewicht wurden davon von Privathaushalten eingekauft. Am beliebtesten bleibt der Alaska-Seelachs. Er macht knapp ein Viertel der verzehrten Fische in Deutschland aus und steht in der Rangliste vor Lachs, Hering, Thunfisch und Forelle.

Die Fischköpfe leben im Norden

Die Norddeutschen werden dabei ihrem Ruf als Fischköpfe durchaus gerecht: Die meisten Fische und Meeresfrüchte landeten 2014 in Mecklenburg-Vorpommern auf den Tellern, dicht gefolgt von Hamburg und Schleswig-Holstein. Der Pro-Kopf-Verbrauch in den privaten Haushalten lag hier bei mehr als sechs Kilo Produktgewicht, gut ein Kilo mehr als der Bundesdurchschnitt.

Fischkonsum in Deutschland

Die meisten Menschen greifen zu Tiefkühlfisch

Wenn Fisch verzehrt wird, geschieht dies meist in den eigenen vier Wänden und seltener im Restaurant oder unterwegs. Viele Menschen greifen dann zu Tiefkühlfisch, Konserven und Marinaden. Knapp 60 Prozent machen diese Produkte vom Gesamtverbrauch aus. Dann folgen Krebs- und Weichtiere sowie Räucherfisch mit insgesamt 27 Prozent. Nur neun Prozent wird frisch gekauft.

Keine schlechte Wahl, denn die Qualität von Tiefkühlfisch lässt im Vergleich zu frischem Fisch nicht zu wünschen übrig. Meist werden die gefangenen Fische noch auf dem Schiff ausgenommen und schockgefroren. Geschmack und Nährstoffe bleiben so erhalten. Außerdem ist der Fisch oft schon entgrätet und kann deshalb noch leichter zubereitet werden.

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Nachhaltige Fischerei - Siegel geben Sicherheit

Ein weiterer Vorteil: Die Herkunft der Fische lässt sich für den Verbraucher durch Siegel auf der Verpackung oft besser nachvollziehen als an der Verkaufstheke. Angesichts der weltweiten Überfischung wird das Einkaufsverhalten der Verbraucher immer wichtiger und kann entscheidenden Einfluss auf die Fischindustrie geben.

Hinweise auf nachhaltige Fischerei geben einige Bio- und Umweltsiegel. Eines der bekanntesten ist das von MSC (Marine Stewardship Council), das eine umwelt- und bestandschonende Fischerei zertifiziert. Für Fisch aus Aquakulturen, also Zucht, sind die Siegel von ASC (Aquaculture Stewardship Council) oder von Bioland und Naturland empfehlenswert. Eine schnelle Einkaufshilfe geben die Ratgeber von WWF und Greenpeace, die es auch in der mobilen Version für das Smartphone gibt.

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