Stand: 15.09.2017 15:35 Uhr  | Archiv

Universum: Sterne, Planeten und Geheimnisse

Bis vor einigen Hundert Jahren dachten die Menschen, die Erde sei eine Scheibe und der Himmel eine Kuppel, an der die Sterne hängen. Heute wissen wir viel mehr über die Erde und das Weltall. Die Wissenschaft ist davon überzeugt, dass das Universum durch den Urknall entstand.

Wie entstand das Universum?

Die Theorie des Urknalls wurde in der Mitte des 20. Jahrhunderts entwickelt. Demnach war das Universum vor 14 Milliarden Jahren noch unendlich klein und heiß. Dann explodierte die komprimierte Energie, dehnte sich in unendlicher Geschwindigkeit aus und kühlte ab. Die Energie wandelte sich in Materie und Antimaterie um, es entstanden Milliarden von Galaxien mit Abermilliarden Sternen. Seit etwa 4,6 Milliarden Jahren gibt es unser Sonnensystem.

Vieles ist noch unerforscht

Westliche Hemisphäre der Erdkugel © picture-alliance/ dpa Foto: NASA Goddard Space Flight Center
Die Erde ist einer von acht Planeten in unserem Sonnensystem.

Die Wissenschaftler erkannten, dass das Universum sich bis heute ausdehnt. Dies geschieht zwar wesentlich langsamer als am Anfang, aber die Expansion ist immer noch messbar. Verfolgt man die Ausdehnung zurück, kommt man zum Ursprungspunkt, an dem alle im Universum vorhandene Energie gebündelt gewesen sein muss. Warum das Universum entstand, was vor seinem Beginn war und ob es ein Ende geben wird, bleibt aber ein großes Geheimnis.

3.000 Sterne mit bloßem Auge zu erkennen

Mit bloßen Augen kann man bei guten Wetterbedingungen rund 3.000 Sterne erkennen. Gut zu sehen ist die Milchstraße, eine Galaxie, die aus vielen einzelnen Sternen besteht und in der sich auch unser Sonnensystem befindet. Die am weitesten entfernte Galaxie, die man mit bloßem Auge erkennen kann, ist die Andromeda-Galaxie, die 2,5 Millionen Lichtjahre entfernt ist.

Weltgrößtes Teleskop in der Atacama-Wüste

Bessere Beobachtungen sind mit Teleskopen möglich. Sie brauchen viel Licht und sind deshalb mit riesigen Spiegeln ausgestattet, die das Licht sammeln. Inzwischen werden diese Teleskope hauptsächlich von Computern gesteuert und die Ergebnisse digital abgespeichert und ausgewertet. Das größte Teleskop der Welt bauen europäische Forscher derzeit in der Atacama-Wüste in Chile, wo der Himmel besonders klar ist. Etwa 2024 soll es seinen Betrieb aufnehmen und den Weltraum beobachten. Mit dem 1990 in den Weltraum geschossenen Teleskop Hubble gelang es unter anderem, das Alter des Universums zu bestimmen.

Dieses Thema im Programm:

Mein Nachmittag | 15.09.2017 | 16:20 Uhr

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