Internationales Musikfest Hamburg 2019

György Ligetis "Le Grand Macabre"

Freitag, 10. Mai 2019, 20:00 bis 22:30 Uhr

"Ein berauschender Erfolg, eine brillante Präsentation von Ligetis respekteinflößender Partitur und eine entwaffnende Produktion. Das Publikum lachte pausenlos und war begeistert." So urteilte "The New York Times" nach drei ausverkauften Aufführungen von György Ligetis Oper "Le Grand Macabre", mit denen Alan Gilbert diesen Meilenstein des modernen Musiktheaters im Mai 2010 erstmals nach New York brachte. Für das Internationale Musikfest Hamburg mit Schwerpunkt auf der Musik Ligetis holt das NDR Elbphilharmonie Orchester die viel gerühmte Produktion in einer für die Elbphilharmonie adaptierten Fassung nun auch nach Hamburg.

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NDR Elbphilharmonie Orchester

"Le Grand Macabre": Spektakel in der Elphi

NDR Elbphilharmonie Orchester

Schon bei den Proben in der Elbphilharmonie zeigt sich, "Le Grand Macabre" wird eine denkwürdige Inszenierung: Laut, bunt, schrill und witzig ist das Stück - trotz des drohenden Weltuntergangs. Bildergalerie

"Le Grand Macabre" ist eine groteske Parabel auf den Untergang der Menschheit, "eine Oper über die Existenzkrise in der modernen Welt, über die Suche nach dem Sinn des Lebens - bei all seinem Unsinn und aller Verrücktheit", konstatiert Alan Gilbert. Das rabenschwarze Musiktheater-Spektakel sei ein "unglaublich wichtiges Stück" und nicht zufällig die weltweit meistaufgeführte zeitgenössische Oper.

Schrill, bunt und spektakulär

Ihre Handlung spielt im "soundsovielten Jahrhundert" und kommt in Gang, als Nekrotzar, der personifizierte Tod selbst, aus einem Grab steigt und die Vernichtung der Menschheit beim Läuten der Mitternachtsglocke prophezeit. In Ligetis imaginärem "Breughelland" reagieren illustre Figuren jeweils auf ihre Weise auf diese Botschaft: Der Trinker "Piet vom Fass" wird zum Sklaven des "Grand Macabre" Nekrotzar; der Astrologe Astradamors ist froh, seine lüsterne Domina-Ehefrau loszuwerden; dem infantilen Fürsten Gogo verkündet der Chef der "Geheimen Politischen Polizei" einen von der unheilvollen Nachricht ausgelösten Volksauflauf; und die Liebenden Amanda und Amando kriegen während ihres Schäferstündchens von der bevorstehenden Katastrophe erst gar nichts mit. Am Ende scheitert die Vernichtung der Menschheit übrigens, weil Nekrotzar zu betrunken ist.

Eine theatralische "Tour de Force"

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Alan Gilbert importiert den Publikumsschlager aus New York jetzt auch zum NDR Elbphilharmonie Orchester.

Ligetis Musik unterstreicht diese wilde theatralische "Tour de Force" mit einem ganzen Arsenal aus Klängen, Geräuschen, Anklängen an die Tradition und Parodien. Als Ouvertüre dient ein Konzert für zwölf Autohupen, an anderer Stelle wird die Zwölftonmusik durch den Kakao gezogen oder Franz Schubert zitiert.Rhythmisch vertrackte Ensembles und haarsträubende Koloraturen verlangen den Akteuren musikalische wie darstellerische Höchstleistungen ab. Und durch die Multimedia-Inszenierung von Doug Fitch, die mit live animierten Videoprojektionen und schrillen Science-Fiction-Kostümen von Catherine Zuber daherkommt, wird der Rahmen konzertanter Oper fantasievoll gesprengt.

Das Programm

György Ligeti - Le Grand Macabre
Oper in zwei Akten
(szenische Aufführung in englischer Sprache)

Amanda: Elizabeth Watts
Amando: Marta Fontanals-Simmons
Piet vom Fass: Mark Schowalter
Nekrotzar: Werner Van Mechelen
Astradamors: Wilbur Pauley
Mescalina: Heidi Melton
Venus: Claire de Sévigné
Fürst Go-Go: Anthony Roth Costanz
Schwarzer Minister: John Relyea
Weißer Minister: Andrew Dickinson
Chef der Gepopo: Audrey Luna
Atmosphericist: Rob Besserer

NDR Chor
NDR Elbphilharmonie Orchester
Ltg.: Alan Gilbert

Live aus der Elbphilharmonie Hamburg

Original production by Giants Are Small directed by Doug Fitch and produced by Edouard Getaz. Adaptation by Elbphilharmonie Hamburg and NDR © 2019 Giants Are Small LP. All rights reserved.

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"Le Grand Macabre": Gilbert dirigiert Meisterstück

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