Sendedatum: 17.03.2014 05:00 Uhr  | Archiv

Ilka@home (5): Krabbelgruppe

von Ilka Petersen
Ilka Petersen mit ihrem Sohn Leonard Aaron. © privat Foto: Anne Lorenzen
Ilka Petersen mit ihrem Sohn Leonard Aaron.

Diese Woche bin ich leider ein bisschen spät dran mit meinem Blog, weil sich meine Gedanken irgendwie nicht ordnen ließen. Am Wochenende war ich auf einem Kindergeburtstag mit Lenny. Und wie sich herausstellte, war das Geburtstagskind krank. Als bekennender Hypochonder und Krankheits-Googler war ich dementsprechend die vergangenen Tage mit Fieber messen und Panik schieben beschäftigt.

Aber zunächst ein kurzer Zwischenstand zu "7 Wochen ohne - schlechtes Gewissen" (Blog 4). Einfach ist es nicht, oder?! Als mein Mann neulich freudestrahlend vom Einkaufen zurück kehrte und sein neues elektrisches Nacken-Shiatsu-Massagekissen mit Wärmefunktion herzte, war es dann doch kurzzeitig wieder da.

Wie schön, dass du hier bist!

Ilka Petersen beim Waldspaziergang mit Kinderwagen © privat Foto: Anne Lorenzen
Zeit zum Durchatmen - Ilka Petersen macht erste Ausflüge mit ihrem Sohn Lenny

Aber es gibt genug Ablenkung. Zum Beispiel bin ich jetzt mit Lenny in einer DELFI-Gruppe. Nein, das ist kein Stammtisch Treffen in einem griechischen Restaurant, wie meine Freundin vermutete, sondern, wie ich jetzt gelernt habe, so eine Art Krabbelgruppe. Oder sollte ich es Selbsthilfegruppe nennen? Ein bisschen so kam es mir jedenfalls vor. Ich kreuzte mal wieder viel zu spät mit Lenny auf. Was braucht man denn auch bitte alles für Zeug, um mit Baby das Haus zu verlassen?! Aber in dieser Gruppe störte sich niemand daran. Nach Luft ringend und an meiner durchgeschwitzten Synthetikbluse zuppelnd, wurde ich erst einmal herzlich besungen. Ich gebe zu, ich war zunächst auch irritiert. Aber wann besingen schon einmal sechs Frauen in fröhlichem Einklang, dass es schön ist, dass man da ist. Ich jedenfalls war gerührt.

Und wo sonst, als in so einer Gruppe kann man offen darüber sprechen, dass man beim Abpumpen Parallelen zu Mama Muh empfindet?! Dass meine Rückbildungstrainerin mich beim letzten Mal mit meinem Beckenboden imaginär zum Grasen auf die Wiese geschickt hat, hat diesen Verdacht übrigens nur bestätigt. Oder die Freude, wenn die erste Mutter zugibt, dass ihr Baby sie zum Aufstehen auch  nicht unbedingt anlächelt, sondern erst einmal los brüllt. Ein Kurs für Mütter oder Babys? Wohl ein bisschen von beidem, denn eine Extra Portion Liebe brauchen wohl beide in der Anfangszeit. Ich jedenfalls werde nächstes Mal noch lauter singen, wie schön, dass ihr da seid!

 

Dieses Thema im Programm:

NDR 2 | Der NDR 2 Morgen | 17.03.2014 | 05:00 Uhr

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