Sendedatum: 17.06.2014 05:00 Uhr  | Archiv

Ilka@home (15): La-Le-Lu und Schalala

von Ilka Petersen

Was haben WM Songs und Kinderlieder gemeinsam? Zum Beispiel, dass sie ihr Publikum schnell und einfach begeistern möchten. Das gestaltet sich eigentlich auch nicht besonders schwer, denn Fußballfans und Babys besitzen von Natur aus eine ausgeprägte Begeisterungsfähigkeit.

Ilka Petersen mit ihrem Sohn Leonard Aaron. © privat Foto: Anne Lorenzen
Ilka Petersen mit ihrem Sohn Leonard Aaron.

Wichtig ist nur, dass der Song Ohrwurmqualitäten hat, was meist mit einem "Schalala“ bei Fußballfans oder einem "Summ, Summ, Summ“ bei Eltern erreicht wird. Außerdem muss es möglich sein, trotz eingeschränkter Hirnfähigkeit und leichten Schlupfliedern spätestens beim Refrain voll einsteigen zu können.

Kinderleichte Fußball-Songs: Aus La-Le-Lu wird La-La-La

Ein gutes Beispiel dafür ist der aktuelle WM Song. "Ole, ole, ola“ schafft jeder und danach wird einfach gesummt oder mit der WM Rassel weitergemacht. Genauso läuft es bei mir im DELFI Kurs, wenn zum Beispiel "Bruder Jakob“ geschmettert wird. Es ist vielleicht etwas anmaßend, aber mich hat J.Lo bei der Eröffnungsfeier in ihrem zu engem Schlüpper und der schlechten Tonqualität auch ein bisschen an meine morgendliche Performance am Wickeltisch erinnert.

Oder schauen wir auf Shakiras Song. Ich möchte fast wetten, dass sie ihn kurz nach der Geburt ihres einjährigen Sohnes Milan geschrieben hat oder wie kommen Sätze wie: "Wenn deine Augen mich betrunken machten, war ich nüchtern" zustande? Vielleicht saß sie auch im Babykurs und bemerkte wie Milan auf „La-Le-Lu“ reagierte und daraus wurde für uns Fußballfans ein „La-La-La“.

Ilkas Fußballergesten © NDR Foto: Jochen Moseberg
WM-Songs gehen schnell ins Ohr und schonen das Hirn - genau wie Kinderlieder!

Anderes Beispiel: Melanie Müller. Sie sieht ein bisschen so aus, als hätte sie am Vorabend das letzte Mal gestillt und was das gepaart mit wenig Schlaf aus einem macht, erklärt doch die Kreativität des Textes.

Ich habe Lenny übrigens getestet. Er steht am meisten auf den Song von Annemarie Eilfeld: "Er steht im Tor". Da ich als Dank fürs Mitsingen ein breites zahnloses Grinsen bekomme, bin ich schon ziemlich textsicher.

In diesem Sinne: "Man darf den Sand nicht in den Kopf stecken" (Lothar Matthäus) und ansonsten einfach viel Spaß bei den ersten WM Spielen!

 

Dieses Thema im Programm:

NDR 2 | 17.06.2014 | 05:00 Uhr

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