Eine Person macht einen Abstrich im Rachenraum bei einer anderen Person. © photocase Foto: rclassen

Coronavirus in SH: 26 neue Infektionen bestätigt (Stand 17.10.)

Stand: 18.10.2020 10:54 Uhr

Jeden Tag veröffentlicht das Land Schleswig-Holstein neue Zahlen zur Corona-Pandemie. Infizierte, Verstorbene, Genesene - eine Übersicht der wichtigsten Daten zum Coronavirus.

Laut der Landesmeldestelle, dem Institut für Infektionsmedizin der Universität Kiel, wurden seit Ausbruch der Pandemie insgesamt 5.626 bestätigte Corona-Fälle (Datenstand 17.10.) gemeldet. Damit gibt es im Vergleich zum Vortag 26 Sars-CoV-2-Infektionen mehr. Die Zahl ist deutlich niedriger als am Vortag - am Wochenende ist das aber fast immer so. Die Zahlen des Kreises Dithmarschen sind darin nicht enthalten. Nach Angaben der Kreisverwaltung gibt es derzeit ein Problem bei der Übermittlung der Daten ans Land. In Dithmarschen sind in den vergangenen sieben Tagen laut Kreisgesundheitsamt 40 neue Fälle hinzugekommen. Wenn die Zunahme anhält, drohen in den kommenden Tagen verschärfte Schutzmaßnahmen, wie sie auch schon in Neumünster gelten.

Bislang wurden 163 Todesfälle im Zusammenhang mit der Viruserkrankung gemeldet - wie am Vortag. Zusätzlich zu den Zahlen für ganz Schleswig-Holstein sind auf der Homepage des Instituts für Infektionsmedizin auch Zahlen für die einzelnen Kreise und kreisfreien Städte einzusehen. Die meisten Corona-Fälle sind demnach im Kreis Pinneberg (986), die wenigsten in Flensburg (150) aufgetreten.

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Schätzung des RKI: Etwa 4.800 Menschen genesen

Das Robert Koch-Institut (RKI) schätzt, dass etwa 4.800 Menschen in Schleswig-Holstein nach einer Coronavirus-Infektion genesen sind. 24 Menschen werden aktuell laut Gesundheitsministerium im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion in einem Krankenhaus behandelt. Am 5. April hatte diese Zahl mit 162 Klinik-Patienten ihren bisherigen Höchststand in Schleswig-Holstein erreicht.

Sieben-Tages-Vergleich: Neumünster liegt über Grenzwert

Beim Bund-Länder-Treffen am 14.10. ist eine sogenannte Hotspot-Strategie beschlossen worden: Sollte es in einem Kreis oder einer kreisfreien Stadt innerhalb von sieben Tagen mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner geben, müssen für diesen Bereich neue Einschränkungen erlassen werden, wenn sich die Ansteckungen nicht klar einem genauen Ort zuordnen lassen (Altersheim, Unterkünfte, etc.). Erste, leichtere Regel-Verschärfungen soll es geben, wenn es mehr als 35 Infektionen pro 100.000 in einer Woche gab. Aktuell überschreitet ein schleswig-holsteinischer Kreis beziehungsweise eine kreisfreie Stadt mit 40 Fällen pro 100.000 Einwohner den zweiten Grenzwert: Neumünster. Deshalb gelten dort seit Freitag besondere Regeln: Es gibt eine Maskenpflicht in der Neumünsteraner Innenstadt sowie eine Sperrstunde in Kneipen.

Was diese Zahlen aussagen - und was nicht

Die Statistik der Landesregierung zeigt, wie viele bestätigte Corona-Fälle den Behörden im Land bekannt sind und auf dem vorgesehenen Weg gemeldet wurden. Was die Statistik nicht eindeutig und schon gar nicht auf den aktuellen Tag genau zeigen kann, ist die Geschwindigkeit, mit der sich das Virus ausbreitet. Denn die Zahl der neu positiv getesteten Menschen enthält in der Regel auch nachgemeldete Fälle aus mehreren Tagen. Gerade rund um Wochenenden und Feiertage kommt es zu Verzögerungen in der Meldekette.

 

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 18.10.2020 | 10:00 Uhr

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