Tüftler aus Burg entwickelt Gerät zum Befüllen von Sandsäcken

Stand: 15.09.2021 13:14 Uhr

Sandsäcke wiegen rund 12 Kilogramm. Das Befüllen ist ein Knochenjob. Um das zu erleichtern und noch schneller zu machen, hat ein Erfinder aus Burg (Kreis Ostholstein) ein Gerät entwickelt.

Burkhardt Wetzels ist seit 57 Jahren für das Technische Hilfswerk (THW) im Einsatz. Er war schon bei der Sturmflut 1976 auf dem Christianskoog oder beim Elbhochwasser 2013. Bei einer Übung stellte der gelernte Landmaschinentechniker fest, dass die herkömmliche Methode, Sandsäcke zu füllen, viel zu lange dauert. Dabei werden mit Hilfe von Pylonen, die unten abgeschnitten werden, Trichter gebaut. Solche selbst gebauten Trichter verstopfen jedoch häufig, weiß Wetzels.

Sandsackfüllgerät mit Hilfe eines halben Rohrs

"Mit dem Problem bin ich abends zu Bett gegangen und morgens mit einer Lösung aufgewacht", erzählt er. Schon eine Woche später konnte Wetzels seinen Kameraden den ersten Prototypen vorführen. Mit der Zeit und einigen Entwicklungsstufen von Holz über PVC bis zu Edelstahl nahm die Konstruktion Form an.

Der Sand kommt auf eine Rutsche, über einen Hebelmechanismus gelangt er dann in den Sack. "Bei dem Sandsackfüllgerät habe ich keine Blockaden mehr beim Befüllen des Sacks wie es beim Trichter durch die Verengung passiert. Dadurch habe ich einen Zeitgewinn. Das Einfüllen selber dauert einen Wimpernschlag", erklärt der Erfinder.

Idee will der Landesbetrieb für Küstenschutz nutzen

Zeit kann entscheidend sein, wenn es in einem Katastrophenfall schnell gehen muss. Die Idee will der Landesbetrieb für Küstenschutz nutzen. Mit einer ortsansässigen Firma ist Burghardt Wetzels bereits im Gespräch. Sein Produkt soll in Serie gehen. Und für das Verschließen der Säcke hat er auch schon eine neue Idee.

Dieses Thema im Programm:

Schleswig-Holstein Magazin | 14.09.2021 | 19:30 Uhr

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