Die Aufschrift "Landgericht Lübeck" hinter Maschendrahtzaun. © dpa-Bildfunk Foto: Markus Scholz/dpa

Tödliche Schüsse in Lübecker Villa: Sieben Jahre Haft

Stand: 11.11.2021 09:57 Uhr

Im Prozess um die tödlichen Schüsse in einer Villa am Lübecker Stadtpark ist am Donnerstag das Urteil gesprochen worden. Der 58 Jahre alte Hausbesitzer stand wegen Totschlags vor Gericht.

Sieben Jahre Haft wegen Totschlags - so lautet das Urteil. Damit ist das Landgericht unter der Forderung von Staatsanwaltschaft und Nebenklage geblieben. Sie hatten in ihren Plädoyers eine Haftstrafe von neun Jahren und drei Monaten wegen Totschlags gefordert. Die Verteidigung hatte dagegen eine Bewährungsstrafe wegen fahrlässiger Tötung beantragt.

Angeklagter legt Geständnis ab

Die Staatsanwaltschaft warf dem Angeklagten vor, auf zwei Männer geschossen zu haben. Der 58-Jährige hatte gestanden, am 30. Dezember vergangenen Jahres in seiner Villa in Lübeck einen mutmaßlichen Einbrecher erschossen zu haben. Seinem Geständnis zufolge hatte der pensionierte Berufssoldat und aktive Sportschütze drei Schüsse in Richtung der Flüchtenden abgefeuert. Laut Anklage traf er dabei einen 38-Jährigen Mann in den Rücken. Er starb wenige Stunden später im Krankenhaus.

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NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 11.07.2021 | 08:00 Uhr

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