Schlei: Brücke und Fähranleger zeitgleich gesperrt

Stand: 15.08.2022 11:18 Uhr

In den Kreisen Schleswig-Flensburg und Rendsburg-Eckernförde wird der Weg über die Schlei gleich an zwei Orten unterbrochen.

Wegen der Bauarbeiten an der neuen Brücke über der Schlei ist die Klappbrücke Lindaunis jetzt nur noch am Wochenende befahrbar. Bis zum 14. September dürfen Autofahrer die Brücke Lindaunis unter der Woche nicht mehr überqueren und müssen Umwege über Schleswig und Kappeln in Kauf nehmen. Das kann bis zu einer Stunde dauern.

Fähre Missunde stellt Dienst auch ein

Die Fähre Missunde, die sonst eine Alternative ist, hat ihren Dienst heute ebenfalls eingestellt und zwar bis zum 1. November. Die Dieselfähre stellt die Verbindung zwischen Schwansen und Angeln sicher. Jetzt will der Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN) das Schiff durch eine umweltfreundliche Elektrofähre ersetzen. Dazu müssen jedoch die beiden Anleger erneuert werden. Eine Fähre kann in dieser Zeit nicht fahren. Die Arbeiten an den Fähranlegern sollen bis Mitte November gehen.

Komplette Sperrung bis Anfang 2023

Nach dem 14. September wird die Klappbrücke Lindaunis bis Anfang 2023 sogar komplett für den Verkehr gesperrt. Queren dürfen nur Fußgänger und Radfahrer. Die Regionalzüge der Deutschen Bahn halten dann an sogenannten Behelfshaltestellen, die vor der Brücke, auf beiden Seiten der Schlei errichtet werden sollen.

Um die provisorischen Bahnsteige zu errichten und wichtige Arbeiten an der Leit- und Sicherheitstechnik durchführen zu können, wird die Brücke nach Angaben der Bahn eben schon ab Mitte August wochentags für den Straßenverkehr gesperrt.

Neubau der Schleibrücke

Die Verkehrsprobleme rund um die alte Schleibrücke aus dem Jahr 1892 haben einen Grund: Sie soll durch einen zwölf Meter breiten Neubau ersetzt werden. Schon seit September 2020 wird an dem Neubau gearbeitet. Wie eine Sprecherin der Bahn mitteilt, werden in den kommenden Monaten die Brückenpfeiler in der Schlei und an Land hergestellt. Außerdem werde der Damm auf der Nordseite errichtet, woraufhin sich der Boden setzen kann. Diese Setzungen können zu unvorhergesehen Sperrungen führen, weshalb die Brücke von Herbst bis zum Frühjahr nur von Fußgängern und Radfahrern benutzt werden kann.

Künftig werden laut Bahn Fußgänger und Radfahrer einen gemeinsamen Geh- und Radweg erhalten. Der Straßenverkehr sollen künftig über zwei Spuren fließen, die bei einer Zugdurchfahrt gesperrt werden müssen. Die neue Brücke soll auch für Schiffe geklappt werden können.

Warum zwei Sperrungen zeitgleich?

Das Verkehrsministerium hatte in der Vergangenheit betont, das Wetter begrenze das Zeitfenster für die Bauarbeiten. "Außerdem muss der Investitionsstau aufgeholt werden", hatte Verkehrsminister Claus Ruhe Madsen (parteilos) auf NDR Anfrage erklärt.

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Stau auf der Autobahn © dpa Foto: Christian Charisius

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Schleswig-Holstein Magazin | 14.08.2022 | 19:30 Uhr

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