Die ehrenamtliche Rettungsschwimmerin Anneke und ihr Kollege Luca überwachen einen Badestrand an der Nordsee bei Schillig. © dpa/picture alliance Foto: Mohssen Assanimoghaddam

Neue Regeln für Badestellen in SH

Stand: 11.06.2021 09:04 Uhr

In Schleswig-Holstein gibt es seit Freitag einheitliche Regeln für Badestellen. Sie geben vor, welche Sicherheitsmaßnahmen die Gemeinden treffen müssen. Die Reaktionen fallen unterschiedlich aus.

Ab sofort gelten gleiche Regeln für alle: An Badestellen, an denen viel los ist - zum Beispiel bei Sommerwetter oder bei Events - ist künftig eine Badeaufsicht vorgeschrieben. Außerdem müssen die Verantwortlichen weitere Sicherheitsvorkehrungen treffen: Dazu gehören Rettungsbojen, Flaggen, ein Beatmungsgerät oder ein Erste-Hilfe-Koffer. Am Freitag ist eine entsprechende Landesverordnung in Kraft getreten. "Ich bin mir ganz sicher, dass wir damit den hohen Standard an Badesicherheit in Schleswig-Holstein aufrechterhalten können und wahrscheinlich noch verbessern können", sagte Schleswig-Holsteins Innenministerin Sabine Sütterlin-Waack (CDU). "Uns war es ganz wichtig, dass wir die Verordnung gemeinsam mit denjenigen erarbeiten, die auch vor Ort für die Badesicherheit zuständig sind."

Gerichtsurteil gab den Anstoß für neues Regelwerk

Hintergrund ist ein Urteil aus Hessen. Dort wurde ein Bürgermeister wegen fahrlässiger Tötung verurteilt, nachdem drei Kinder in einem Dorfteich ertrunken waren. Daraufhin hatten viele Bürgermeister auch in Schleswig-Holstein Rechtssicherheit gefordert.

Kritik: Kann sich das jede Gemeinde leisten?

Der Städte- und Gemeindebund begrüßt die neuen Regeln, weil es nun Rechtssicherheit gebe. Es gibt aber auch Kritik - zum Beispiel aus Schacht-Audorf (Kreis Rendsburg-Eckernförde). Bürgermeisterin Beate Nielsen (CDU) befürchtet, dass sich einige Kommunen die Anschaffungen und Vorkehrungen nicht leisten können und deshalb Badestellen schließen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 11.06.2021 | 08:00 Uhr

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