Blaulicht auf dem Dach eines Einsatzwagens © picture alliance / Ostalb Network | Reporterteam Foto: Ostalb Network

Nach Tod in Ahrensburger Flüchtlingsheim: Haftbefehl gegen Ehemann

Stand: 09.09.2021 14:06 Uhr

Der 38 Jahre alte Ehemann steht im Verdacht, seine Frau so schwer verletzt zu haben, dass sie verblutete. Die tote Frau war am Dienstagmorgen in der Ahrensburger Flüchtlingsunterkunft entdeckt worden.

Laut Polizei ergab die Obduktion der Leiche 28 Verletzungen. Die Ermittler gehen nicht davon aus, dass sich die 23-Jährige selbst umgebracht hat. Dies hatte der Tatverdächtige bei seiner Festnahme behauptet.

Tatverdächtiger in Bayern gefasst

Der Mann war der Bundespolizei bei einer Routinekontrolle in einem Reisebus in Bayern aufgefallen. Beamte überprüften dieses Fahrzeug am Autohof Münchberg an der Autobahn 9 im Landkreis Hof. Der Afghane gab selbst den Hinweis auf seine tote Frau. Wenig später fanden Polizisten in Ahrensburg ihre Leiche in der Flüchtlingsunterkunft.

Afghane kommt in die JVA Lübeck

Bisher hat sich der Ehemann noch nicht weiter zu den Umständen geäußert. Das Amtsgericht Hof erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft Lübeck Untersuchungshaftbefehl wegen des dringenden Verdachts des Totschlags. Der Afghane soll in den kommenden Tagen in die Justizvollzugsanstalt Lübeck gebracht werden.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 09.09.2021 | 12:00 Uhr

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