Stand: 03.03.2019 18:07 Uhr

Heinold: Auch Beamte sollen mehr Geld bekommen

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Finanzministerin Monika Heinold ist zufrieden mit der Tarifeinigung.

In der Nacht zu Sonntag haben sich die Tarifparteien im öffentlichen Dienst der Länder geeinigt. Die Beschäftigten erhalten in drei Stufen bis Anfang 2021 insgesamt acht Prozent mehr Lohn, mindestens jedoch 240 Euro. Der Abschluss gilt auch für die 30.000 Mitarbeiter des Landes Schleswig-Holstein: unter anderem Angestellte von Landesbehörden und Ministerien, Mitarbeiter der Hochschulen und das Personal des UKSH. Üblicherweise profitieren auch die 43.000 Beamten von dem Abschluss für die Angestellten. Finanzministerin Monika Heinold (Grüne) kündigte an, auch dieses Mal das Ergebnis in wesentlichen Teilen auf die Landesbeamten zu übertragen.

Land will als Arbeitgeber konkurrenzfähig sein

"Wir wollen die lineare Steigerung, die alle bekommen, zeit- und wirkungsgleich für unsere Beamten und Beamtinnen übernehmen", sagte Heinold NDR Schleswig-Holstein. Insgesamt ist sie zufrieden mit der Einigung. Aber: "Das Ergebnis kostet uns viel Geld." Sie sprach von 300 Millionen Euro. Das Land wolle und müsse seine Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen angemessen bezahlen. "Sonst laufen sie uns schlicht davon", sagt die Finanzministerin. "Wir wollen konkurrenzfähig sein mit der freien Wirtschaft und auch junge Menschen dafür begeistern, in den Öffentlichen Dienst einzutreten."

Tariferhöhung ist eingeplant im Haushalt

Mit einem Ergebnis in dieser Größenordnung war aber gerechnet worden. Mit drei mal drei Prozent habe Schleswig-Holstein im Landeshaushalt deutlich mehr Vorsorge getroffen als in den vergangenen Jahren, so Heinold. "Das heutige Ergebnis entspricht in etwa dieser eingeplanten Vorsorge."

Bereits im vergangenen Jahr hatte es einen Tarifabschluss für die Mitarbeiter im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen gegeben.

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Dieses Thema im Programm:

Schleswig-Holstein Magazin | 03.03.2019 | 19:30 Uhr

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