Stand: 19.03.2020 16:48 Uhr  - NDR 1 Welle Nord

Garg hält Ausgangssperre als letztes Mittel für denkbar

Die Landesregierung hat in den vergangenen Tagen drastische Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus verkündet. Über eine noch schärfere Einschränkung des öffentlichen Lebens wurde offenbar auch schon diskutiert. Der Staatssekretär des Innenministeriums, Torsten Geerdts (CDU), sagte NDR Schleswig-Holstein: "Wir haben uns gegen eine Ausgangssperre entschieden. Das gilt im Moment und soll möglichst auch so bleiben". Er bat alle Bürger und Bürgerinnen, sich an die Vorgaben zu halten. "Unser Appell wäre, dass die Menschen in ihrem Heimatort bleiben, dort nach draußen gehen", so Geerdts. Die touristischen Zentren sollen nicht aufgesucht werden. Das bedeutet, an der Luft spazieren zu gehen sei erlaubt. Aber: "Bitte nur in kleinen Gruppen möglichst - als Einzelperson, als Paar unterwegs sein. Bitte keine große Gruppenbildung." Die Polizei sei sensibilisiert, so Geerdts.

Minister Garg schließt Ausgangssperre nicht aus

Schleswig-Holstein Magazin -

Gesundheitsminister Garg ruft dazu auf, sich nicht in Gruppen zu versammeln - um die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Er hält sonst eine Ausgangssperre für denkbar.

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Gesundheitsminister verärgert über Gruppen am Imbiss

Auch Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP) richtete deutliche Worte an Menschen, die sich nicht an die Regeln halten: "Wer immer noch meint, wir befinden uns hier auf einem Abenteuerspielplatz und proben gerade mal, der ist schief gewickelt. Es ärgert mich, dass es immer noch Menschen gibt, die das nicht ernst nehmen und glauben, sie könnten sich in Gruppen zusammenscharen und dann vor dem Imbiss stehen." In dieser Situation müsse jeder mitspielen, so Garg.

Garg verweist auf mögliche Ausgangssperre

"Wenn sich die Menschen nicht an die bisher beschlossenen Maßnahmen halten, dann ist als allerletztes Mittel oder ein Mittel der Wahl auch eine Ausgangssperre denkbar." Er appellierte an die Vernunft der Schleswig-Holsteinerinnen und Schleswig-Holsteiner, sich kooperativ und solidarisch zu zeigen - insbesondere mit der Generation der Eltern und Großeltern sowie mit den Menschen, die ein geschwächtes Immunsystem haben. "Wir tun das, um die Menschen zu schützen und irgendwann, wenn die Krise vorbei ist, auch unser Leben zurückzubekommen", sagte Garg.

 

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 19.03.2020 | 17:00 Uhr

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