Das Wrack einer verunglückten Cessna hängt am Kran an Bord des Tonnenlegers "Norden" nahe der Absturzstelle im Wattenmeer vor der Insel Norderney. © dpa-Bildfunk Foto: Lennart Stock

Flugzeugabsturz vor Norderney: Pilot starb durch Aufprall

Stand: 29.07.2021 17:43 Uhr

Nach dem Absturz eines Flugzeugs vor Norderney ist klar, dass gesundheitliche Probleme nicht zum Tod des Piloten führten. Er starb einem Obduktionsbericht zufolge durch den Aufprall.

Der Leichnam habe "absturzbedingte tödliche Verletzungen", sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft in Aurich am Donnerstag. Die Ursache für den Absturz am Montagmittag bleibt weiter ungeklärt. "Die Ermittlungen dauern an", betonte der Sprecher. Experten der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchungen (BFU) aus Braunschweig haben ihre Arbeit vor Ort mittlerweile beendet. Alle wichtigen Wrackteile seien inzwischen geborgen worden, sagte ein BFU-Sprecher. Die Gezeiten im Wattenmeer hatten die Bergung erschwert. Das Triebwerk und Instrumententeile aus dem Cockpit sollen nun in Braunschweig untersucht werden. Auch Radardaten und der Funkverkehr sowie Umgebungsfaktoren wie Wetterbedingungen und Windverhältnisse seien Teil der Untersuchungen. Einen ersten Zwischenbericht will die BFU Ende September veröffentlichen.

Über Norderney kurz vor der Landung abgestürzt

Der Flieger war nach Angaben der Polizei um 12 Uhr auf der ostfriesischen Insel Borkum gestartet und hatte Fallschirmspringer über Norderney abgesetzt. Sie landeten plangemäß. Die Maschine, die ebenfalls auf Norderney landen sollte, stürzte vor der Insel ab.

Polizei Aurich sucht nach Zeugen

An der Suche nach dem Flugzeug hatten sich der Rettungshubschrauber "Christoph 26", der Seenotrettungskreuzer "Eugen" der Station Norderney sowie die Seenotrettungsboote "Elli Hoffmann-Röser" aus Baltrum und "Otto Diersch" aus Norddeich beteiligt. Auch zwei zivile Schiffe in der Nähe beteiligten sich an der Rettungsaktion. Wer Beobachtungen zum Flugzeugabsturz gemacht hat, wird gebeten, sich bei der Polizei in Aurich unter Telefon (04941) 606 215 zu melden.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Oldenburg | 30.07.2021 | 06:30 Uhr

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