Stand: 05.08.2018 10:44 Uhr

Weil sieht Rassismusproblem in Deutschland

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) zeigt sich besorgt über die zunehmenden Vorbehalte der Bundesbürger gegenüber Menschen mit ausländischen Wurzeln. "Deutschland hat ein Rassismus-Problem, das lässt sich nicht leugnen", sagte Weil in einem Interview mit dem "Tagesspiegel am Sonntag" laut Vorabbericht. Menschen mit Migrationsshintergrund würden zunehmend diskriminiert. Der SPD-Politiker forderte, die deutsche Mehrheitsgesellschaft dürfe "unser Rassismusproblem nicht länger ignorieren oder verharmlosen".

Weil: Politik mitverantwortlich für Entwicklung

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Nach Ansicht von Niedersachsens Regierungschef Stephan Weil (SPD) hat Deutschland ein "Rassismus-Problem".

Ministerpräsident Weil hält auch die Politik für die Entwicklung verantwortlich. Sie müsse Sicherheit und Vertrauen vermitteln, in der Flüchtlingspolitik von Angela Merkel sei dies aber "anfangs sicher nicht der Fall gewesen", so Weil. Eine Überforderung des Staates in der Flüchtlingskrise habe viele Menschen verunsichert und es "rechtspopulistischen Brandstiftern letztlich leicht gemacht, aufzuhetzen und die Gesellschaft zu spalten", beklagte der SPD-Politiker.

Kritik an Seehofer und Söder

In dem Interview äußerte Weil auch massiv Kritik an führenden CSU-Politikern: Horst Seehofer und Markus Söder hätten hemmungslos das Geschäft der AfD betrieben. "Ich finde das widerlich", sagte Weil. Die CSU habe das Ansehen der Bundesregierung nachhaltig beschädigt, sagte er mit Blick auf den unionsinternen Streit über die Flüchtlingspolitik.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 05.08.2018 | 08:00 Uhr

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