E-Bikes stehen in der Lüneburger Heide. © picture alliance/dpa | Philipp Schulze Foto: Philipp Schulze

Niedersachsen: Land der E-Bikes

Stand: 22.09.2021 15:11 Uhr

In Niedersachsen erfreuen sich Fahrräder mit Elektro-Antrieb besonderer Beliebtheit. Einer Umfrage zufolge besitzen 26 Prozent der Befragten eins - damit liegt Niedersachsen bundesweit vorn.

Auch bei der Umfrage vor einem Jahr belegte Niedersachsen den Spitzenplatz im Ländervergleich. Damals gaben noch 17,7 Prozent der Befragten an, ein Fahrrad mit E-Antrieb zu besitzen. Der Zuwachs innerhalb eines Jahres liegt bei mehr als acht Prozentpunkten, wie der Energieversorger E.ON mitteilte. Das Unternehmen hatte die repräsentative Umfrage für seinen Energieatlas in Auftrag gegeben.

Acht niedersächsische Landkreise unter Top 11

Beim Vergleich der bundesweit 401 Landkreise und kreisfreien Städte sind acht niedersächsische Landkreise der Umfrage zufolge unter den ersten elf, was die Besitz-Quote eines E-Bikes oder Pedelecs angeht.

  • 1. Platz: Kreis Steinfurt (Nordrhein-Westfalen), 35,5 Prozent
  • 2. Platz: Landkreis Aurich, 35,1 Prozent
  • 2. Platz: Landkreis Cloppenburg, 35,1 Prozent
  • 2. Platz: Landkreis Emsland, 35,1 Prozent
  • 5. Platz: Landkreis Leer: 34,2 Prozent
  • 6. Platz: Landkreis Grafschaft Bentheim, 33,8 Prozent
  • 7. Platz: Kreis Warendorf (Nordrhein-Westfalen), 33,7 Prozent
  • 8. Platz: Landkreis Vechta, 33,4 Prozent
  • 8. Platz: Kreis Coesfeld (Nordrhein-Westfalen), 33,4 Prozent
  • 10. Platz: Landkreis Ammerland, 33,0 Prozent
  • 10. Platz: Landkreis Osnabrück, 33,0 Prozent

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Alternative zum Verbrenner-Auto auf Kurzstrecken

Bundesweit besitzen 20,8 Prozent der Befragten Elektrofahrräder - vor allem sind das ältere Menschen. Bei den über 65-Jährigen liegt die Quote bei 26 Prozent, bei den 40- bis 49-Jährigen sind es 18,1 Prozent und bei den 18- bis 29-Jährigen 9,8 Prozent. Laut der Umfrage sehen knapp drei von zehn Befragten in Elektro-Fahrrädern eine dauerhafte Alternative zum Verbrenner-Auto - zumindest für kürzere Strecken bis zehn Kilometer. Im Auftrag von E.ON hatte das Meinungsforschungsunternehmen Civey im Juli dieses Jahres je nach Fragestellung zwischen 5.000 und 30.000 Personen befragt.

Stichwort E-Bike

Elektrofahrrad, E-Bike oder Pedelec - die Begriffe werden häufig nicht exakt verwendet. Mit Abstand am weitesten verbreitet sind Pedelecs. Das Kurzwort setzt sich aus "Pedal Electric Cycle" zusammen. Der Radler muss mittreten, sonst schaltet sich der Motor ab. Bei 25 km/h ist Schluss mit der Unterstützung. Für Pedelecs gelten Vorschriften wie beim herkömmlichen Fahrrad: kein Führerschein, keine Helmpflicht, keine Versicherungspflicht.
S-Pedelecs schalten erst bei Tempo 45 ab. Der Fahrer benötigt einen Führerschein, das Zweirad muss ein Versicherungskennzeichen haben. Es gilt die Helmpflicht.
E-Bikes sind Kleinkrafträder, die auch ohne Pedal-Unterstützung gefahren werden können und benötigen ein Versicherungskennzeichen.
Im allgemeinen Sprachgebrauch werden Pedelecs meist als E-Bikes bezeichnet.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Osnabrück | 22.09.2021 | 16:30 Uhr

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