Niedersachsen: Großrazzia gegen mutmaßliche Impfpassfälscher

Stand: 24.11.2021 21:03 Uhr

Mit einer Großrazzia sind Ermittler am Mittwoch in Niedersachsen und Hessen gegen eine Bande mutmaßlicher Impfpassfälscher vorgegangen.

Durchsucht wurden nach Angaben der Polizei und der Staatsanwaltschaft Hildesheim 24 Wohn- und Gewerbeobjekte. Rund 300 Beamte waren bei den Durchsuchungen im Einsatz, die unter anderem in den Regionen um die Städte Hildesheim, Göttingen und Hannover stattfanden. Die verdächtigen Männer sollen ihre Fälschungen auf der Grundlage von Blanko-Impfpässen vor allem über soziale Medien angeboten haben.

Razzia zur Sicherung von Beweismitteln

Gegen die Verdächtigen war zuvor knapp zwei Monate lang ermittelt worden. Die Razzien dienten der Suche nach Beweismitteln, Festnahmen gab es nach Auskunft der Behörden nicht. Die Beamten beschlagnahmten nach eigenen Angaben unter anderem zahlreiche Impfpässe, Aufkleber mit Chargennummern für Impfungen, Stempel, Drucker sowie elektronische Geräte. Zudem stießen sie auf Zehntausende Euro Bargeld sowie auf Waffen, Drogen und Luxusuhren.

Havliza: "Wirklich das Allerletzte"

Nach Angaben des niedersächsischen Justizministeriums handelt es sich um Verdächtige mit Bezügen zur sogenannten Clankriminalität. Die für diese Art der Kriminalität zuständige Zentralstelle der Staatsanwaltschaft und die Polizei habe "gute Arbeit" geleistet, sagte Niedersachsens Justizministerin Barbara Havliza (CDU) am Mittwoch in Hannover. "Wer seinen Impfschutz nur vorgaukelt, gefährdet die Gesundheit seiner Mitmenschen - daraus auch noch ein Geschäft zu machen, ist wirklich das Allerletzte."

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Hannover | 24.11.2021 | 14:30 Uhr

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