Stand: 28.07.2018 11:42 Uhr

Mondfinsternis: Niedersachsen schaut zum Blutmond

Am Nachthimmel hat sich am Freitagabend ein extrem seltenes astronomisches Ereignis abgespielt: So lange wie im gesamten 21. Jahrhundert nicht wieder tauchte der Vollmond in den Kernschatten der Erde ein. 103 Minuten dauerte das Spektakel, das Zigtausende Niedersachsen von den Ostfriesischen Inseln bis zum Harz bei besten Wetterbedingungen verfolgten. Erst am 9. Juni 2123 wird eine so lange Mondfinsternis-Dauer übertroffen - um zwei Minuten. Der Anblick war auch deshalb besonders spektakulär, weil die Mondfinsternis für einen rotbraunen Blutmond sorgte. Falls Sie keine gute Sicht hatten, können Sie das Astronomie-Phänomen hier noch einmal anschauen.

Der Blutmond über Hamburg am 27. Juli 2018 © Thomas Luerweg Fotograf: Thomas Luerweg

Blutmond: Das Spektakel im Zeitraffer

Wenn der Mond in den Schatten der Erde eintaucht, beginnt die längste totale Mondfinsternis des 21. Jahrhunderts. Sehen Sie hier die 103 Minuten im Zeitraffer.

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Das Phänomen des Blutmonds

Eine totale Mondfinsternis tritt auf, wenn bei Vollmond Sonne, Mond und Erde auf einer Linie liegen. Der Mond taucht dabei komplett in den Schatten der Erde ein. Im Gegensatz dazu steht er bei einer partiellen Mondfinsternis nur teilweise im Schatten. Der sogenannte Blutmond entsteht durch Sonnenlicht, das in der Erdatmosphäre bricht und auf den Mond fällt. Das langwellige rote Licht wird gebrochen und in Richtung Mondoberfläche gelenkt, während der blaue Anteil des Lichts noch in der Erdatmosphäre vollständig gestreut wird. Besonders lang war die totale Mondfinsternis in diesem Jahr deshalb, weil der Mond derzeit ungewöhnlich weit von der Erde entfernt ist.

Mondfinsternis trifft auf Marsopposition

Noch außergewöhnlicher war die Konstellation durch die Position des Mars. Der rote Planet war am Freitagabend "nur" 58 Millionen Kilometer von der Erde entfernt - so nahe, wie er ihr nur alle 15 Jahre kommt. Aus diesem Grund war die orangerote Färbung des Mars sogar mit bloßem Auge gut zu erkennen. Eine sogenannte Marsopposition zeitgleich mit einer totalen Mondfinsternis gibt es im Schnitt sogar nur alle 105.000 Jahre.

Mondfinsternis: Bilder aus dem Norden

 

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Hallo Niedersachsen | 28.07.2018 | 19:30 Uhr

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