Stand: 26.04.2019 11:17 Uhr

Goldenstedter Moor: Feuerwehr fährt Einsatz zurück

Die Feuerwehr fährt ihren Einsatz rund um den Moorbrand in Goldenstedt zurück.

Die Einsatzlage rund um den Brand im Moor zwischen Vechta und Goldenstedt entspannt sich weiter. Es gebe zwar noch immer vereinzelte Glutnester auf einer rund zehn Hektar großen Fläche, die nun geflutet werden soll. Insgesamt sei das Feuer allerdings unter Kontrolle, sagte Kreisbrandmeister Matthias Trumme NDR 1 Niedersachsen.

Bundeswehr-Hubschrauber abgezogen

Der Einsatz im Goldenstedter Moor wird in der Folge weiter zurückgefahren: Ein Bundeswehr-Hubschrauber, der die Feuerwehr am Mittwoch und Donnerstag aus der Luft unterstützte, wurde am Donnerstagabend abgezogen. Das eigens eingerichtete Lagezentrum am Moor zwischen Goldenstedt und Vechta wird aufgelöst. Die Verantwortung für die Löscharbeiten wurde von der Kreisfeuerwehr Vechta zudem auf die Goldenstedter Ortswehr übertragen.

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Niedersachsen 18.00

Feuerwehrverband fordert mehr Löschhubschrauber

Niedersachsen 18.00

Nach dem Brand im Goldenstedter Moor hat der Präsident des Feuerwehrverbandes am Mittwoch mehr Löschhubschrauber und eine bessere Kommunkation zwischen den Behörden gefordert. Video (01:26 min)

Noch 160 Brandbekämpfer vor Ort

Das Feuer war am Ostermontag ausgebrochen. Ursache und Gesamtschaden sind weiter unklar. Seit Ausbruch des Brandes waren nach Angaben der Einsatzverantwortlichen etwa 1.200 Helfer im Einsatz. Am Donnerstag waren noch rund 160 Brandbekämpfer sowie Helfer vom Deutschen Roten Kreuz, den Maltesern und dem Technischen Hilfswerk im Einsatz.

Es lodert immer wieder in Niedersachsen

Gebrannt hatte es in den vergangenen Tagen auch auf den Bornhorster Wiesen bei Oldenburg, in der Gildehauser Venn und bei Georgsdorf in der Grafschaft Bentheim. Und die Brandgefahr in Niedersachsen bleibt aufgrund des trockenen und windigen Wetters unvermindert hoch. Der Präsident des Landesfeuerwehrverbandes in Niedersachsen, Karl-Heinz Banse, nimmt derweil die Bevölkerung in die Pflicht. "Gerade in den Wald- und Moorgebieten sollte man nicht rauchen und auch keine Fahrzeuge abstellen."

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Hallo Niedersachsen

Feuerwehr kämpft gegen Moorbrände bei Vechta

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Das Feuer in einem Wald- und Moorgebiet zwischen Vechta und Goldenstedt lodert immer wieder auf. Der Wind und das schwierige Gelände behindern die Löscharbeiten der Einsatzkräfte. Video (02:29 min)

"Feuer kann sich metertief in den Boden fressen"

Moorbrände stellen die Einsatzkräfte immer wieder vor schwierige Herausforderungen, wie Banse sagte. "Dort kann sich das Feuer metertief in den Boden fressen, da wird das Löschen schwierig." Wie kompliziert die Bekämpfung eines Moorbrandes sein kann, hatte sich im Herbst vergangenen Jahres im Emsland gezeigt. Damals stand über mehrere Wochen eine riesige Moorfläche in Flammen. Ausgelöst hatte das Feuer ein Raketentest der Bundeswehr.

Feuerwehrverband fordert mehr Löschhubschrauber

Angesichts dieser Gefahren fordert Hartmut Ziebs, Chef des Deutschen Feuerwehrverbandes, mehr Löschhubschrauber. Um die größten verfügbaren Wasserbehälter mit 5.000 Litern Fassungsvermögen zu transportieren, seien Bundeswehrhelikopter vom Typ Sikorsky CH-53 notwendig. Es sollten daher mehr Maschinen dieses Typs von den Streitkräften vorgehalten werden, sagte Ziebs der "Neuen Osnabrücker Zeitung" am Mittwoch. Häufig scheitere ein Einsatz, weil die Maschinen nicht verfügbar seien. Außer den großen Bundeswehr-Transporthubschraubern CH-53 stehen in Deutschland auch kleinere Maschinen von Polizei, Bundespolizei und Streitkräften für potenzielle Löscheinsätze zur Verfügung. Diese können aber nur kleinere Löschwasserbehälter heben.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 26.04.2019 | 10:00 Uhr

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