Forschungsteam entwickelt Empfehlungen für Raumluftkonzepte

Stand: 27.07.2021 15:03 Uhr

Ein Forschungsteam aus Hildesheim und Göttingen will die Wirksamkeit verschiedener Luftfilter gegen Ansteckungen in der Corona-Pandemie erforschen.

"Das Betreiben einer Luftfilteranlage, zum Beispiel in einem voll besetzten Klassenraum, kann allein nicht unbedingt Infektionen verhindern", erläuterte eine Sprecherin der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Holzminden/Göttingen (HAWK) am Dienstag. "Unterschiedliche Filterkombinationen, zusätzliche Ventilatoren, Frischluftzufuhr und die Wartung der Anlagen können die Wirkung beeinflussen."

Welche Filter-Kombination ist sinnvoll?

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der HAWK, der Universitätsmedizin Göttingen und des Max-Planck-Instituts für Dynamik und Selbstorganisation (MPIDS) haben sich zum "Innovationsverbund PraeInfekt" zusammengeschlossen. In drei Teilprojekten sollen innerhalb von 18 Monaten Empfehlungen für Raumluftkonzepte erarbeitet werden. Das niedersächsische Wissenschaftsministerium unterstützt das Projekt mit 700.000 Euro. Die Forscherinnen und Forscher ergründen unter anderem das Zusammenspiel verschiedener Filterarten und deren Wirksamkeit sowie die Ausbreitung von Aerosolen unter Einfluss technischer Anlagen.

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Ein Luftfiltergerät steht in einem Fachraum einer Schule in Oldenburg. © picture alliance/dpa/Hauke-Christian Dittrich Foto: Hauke-Christian Dittrich

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Braunschweig | 27.07.2021 | 15:00 Uhr

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