Stand: 26.06.2020 14:23 Uhr

Einsparpläne an Schulen: Tonne rudert zurück

Grant Hendrik Tonne (SPD), Niedersachsens Kultusminister, spricht im Plenarsaal im Landtag Niedersachsen. © dpa - Bildfunk Foto: Peter Steffen
Pläne wieder verworfen: Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) wollte nach den Sommerferien Klassen zusammenlegen.

Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) ist scharfer Kritik vonseiten der Opposition und von Lehrerverbänden von seinen Einspar-Ideen wieder abgerückt. Das berichtet NDR 1 Niedersachsen. Der SPD-Politiker hatte geplant, im neuen Schuljahr Klassen zusammenzulegen, um der Personalnot in der Corona-Pandemie zu begegnen. Dazu hatte das Ministerium neue Vorschriften an die Schulen verschickt - die simple Rechnung dabei: weniger Klassen gleich weniger Lehrer.

Pläne wieder verworfen

Doch für die Opposition und die Lehrerverbände geht diese Gleichung nicht auf. Klassen ausgerechnet in der Corona-Krise neu zusammenzuwürfeln - da stellten sich die Lehrerverbände quer und machten Druck auf den Minister. Der diese Pläne inzwischen wieder verwarf.

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Grüne: Schlag ins Gesicht der Schulen

An einem weiteren umstrittenen Punkt hält der Minister aber weiter fest: Tonne nimmt vielen Schulen frei verfügbare Stunden weg - zum Beispiel für Arbeitsgemeinschaften. Diese Stunden braucht er für den Pflichtunterricht. Er sei sich bewusst, so Tonne, dass er damit keinen Beliebtheitspreis gewinnen werde, angesichts der Corona-Krise sei es aber notwendig. Die Grünen im Landtag sprechen von einem Schlag ins Gesicht der Schulen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 26.06.2020 | 09:00 Uhr

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