Stand: 01.01.2020 16:59 Uhr  - NDR 1 Niedersachsen

Brand beschädigt Grundschule in Bad Pyrmont

Einsatzkräfte der Feuerwehr löschen einen Dachstuhlbrand in einer Grundschule. © Stadtfeuerwehr Bad Pyrmont
Ein Silvesterfeuerwerk hat vermutlich einen Brand in einer Grundschule in Bad Pyrmont ausgelöst.

Mehrere Brände, Verletzte durch Feuerwerkskörper und Übergriffe auf Einsatzkräfte: Die Feierlichkeiten zum Jahreswechsel haben Polizei und Feuerwehr in Niedersachsen viel Arbeit beschert. In Bad Pyrmont ist am Abend des 31. Dezembers eine Grundschule in Brand geraten. Menschen wurden nicht verletzt. Nach Angaben der Polizei war das Feuer im Dach des Gebäudes ausgebrochen. Es sei nicht auszuschließen, dass Feuerwerkskörper den Brand verursacht haben, so die Polizei. Das Gebäude gilt als einsturzgefährdet und kann bis auf Weiteres nicht benutzt werden.

Mann stirbt bei Brand in Geestland

In Geestland (Landkreis Cuxhaven) ist in der Nacht ein Einfamilienhaus in Brand geraten. Ein Mann kam ums Leben. Die Brandursache sei noch unklar, sagte ein Polizeisprecher. Das gegen 3 Uhr in der Ortschaft Drangstedt ausgebrochene Feuer griff auch auf ein weiteres Haus über. Dessen Bewohner konnten sich retten. Am Vormittag dauerten die Löscharbeiten noch an.

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Feuerwerkskörper setzt Carport in Brand

Zudem kam es zu mehreren Carport-Bränden: In Achim (Landkreis Verden) ging wenige Minuten nach Mitternacht ein Carport samt zwei darin abgestellter Autos in Flammen auf. Bei Löschversuchen wurden drei Menschen verletzt. Die Polizei geht davon aus, dass ein Feuerwerkskörper, der aus einer Gruppe von Jugendlichen geworfen wurde, den Brand verursacht hat. Von mehreren Verdächtigen seien Personalien aufgenommen worden, hieß es. In Celle griff ein Feuer von einem Carport auf das nebenstehende Wohnhaus über und machte dieses unbewohnbar. Die 75 Jahre alte Hauseigentümerin sowie zwei Mieter im Alter von 73 und 78 Jahren konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen, wie die Polizei mitteilte. Der Schaden wird auf etwa 100.000 Euro geschätzt. Brennende Carports sorgten auch in Brietlingen (Landkreis Lüneburg), Holdorf (Landkreis Vechta), Eickeloh (Heidekreis) und Moordorf (Landkreis Aurich) für Feuerwehreinsätze.

Kind von Feuerwerkskörper im Gesicht verletzt

Schwerwiegende Folgen hatten die Silvesterfeierlichkeiten in Hannover: Im Stadtteil Mühlenberg wurde ein zehn Jahre altes Kind von einem Feuerwerkskörper im Gesicht getroffen und schwer verletzt. Ein Rettungswagen brachte das Kind in eine Klinik, wie ein Feuerwehrsprecher sagte. Nähere Angaben, wie es zu der Verletzung kam und ob es sich bei dem Opfer um einen Jungen oder ein Mädchen handelte, machte die Feuerwehr zunächst nicht.

Silvesterrakete trifft Frau

Gesichtsverletzungen erlitt eine Frau in Ilsede (Landkreis Peine): Die 39-Jährige wurde gegen 0.30 Uhr von einer Silvesterrakete getroffen und musste wegen Schnitt- und Risswunden im Krankenhaus behandelt werden. Die Rakete wurde nach Polizeiangaben parallel zur Straße abgefeuert, die Beamten ermitteln wegen gefährlicher Körperverletzung gegen Unbekannt.

Betrunkener schießt mit Schreckschusswaffe um sich

Ein Fahrzeug der Feuerwehr steht am Steintor in Hannover. © dpa Foto: Moritz Frankenberg
Die Feierlichkeiten zum Jahreswechsel haben den Einsatzkräften in Niedersachsen, wie hier in Hannover, viel Arbeit beschert.

In Schöppenstedt (Landkreis Wolfenbüttel) sorgte ein 29-Jähriger, der mit einer Schreckschusswaffe um sich schoss, für einen größeren Polizeieinsatz: Der stark betrunkene Mann habe mehrere Menschen bedroht und mit der Waffe in ihre Richtung gefeuert, so die Polizei. Bei der Festnahme des Mannes wurden ein verbotenes Messer, zwei Dutzend verbotene Feuerwerkskörper und ein Joint gefunden.

Nazi-Symbole in Autos geritzt

In Braunlage wurden in der Silvesternacht mehrere Autos zerkratzt, einige davon mit Nazi-Symbolen. In zwei Wagen wurden spiegelverkehrte Hakenkreuze geritzt, in einen weiteren eine SS-Rune, wie die Polizei mitteilte. Wegen Sachbeschädigung und Verwendung verfassungsfeindlicher Symbole wurden Strafverfahren eingeleitet.

Mann zündelt in Polizeiwache

Ein betrunkener 61-Jähriger hat im Warteraum der Polizei Buxtehude Zeitschriften und einen Erste-Hilfe-Rucksack angezündet. Der Mann war zuvor trotz 1,3 Promille Alkohol im Blut in der Silvesternacht mit dem Auto gefahren - im Kommissariat musste er daher eine Blutprobe und seinen Führerschein abgeben. Als er anschließend auf ein Taxi nach Hause wartete, fing er nach Angaben der Polizei an, zu zündeln. Den Polizisten gelang es, den Brand selbst zu löschen. Gegen den 61-Jährigen wird nun wegen Trunkenheit im Verkehr, Brandstiftung und Beeinträchtigung von Nothilfeeinrichtungen ermittelt.

Polizei: "Üblicher Wahnsinn an Silvester"

In Hannover, Braunschweig, Göttingen und Lüneburg vermeldeten die Polizeidienststellen einen vergleichsweise unauffälligen Verlauf der Silvesternacht. Es habe zwar den "üblichen Wahnsinn an Silvester" gegeben, wie ein Sprecher der Polizei Braunschweig sagte, trotzdem sei die Nacht für einen Jahreswechsel ruhig verlaufen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 01.01.2020 | 12:00 Uhr

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