NDR Info - Redezeit

49-Euro-Ticket – Für wen ist es sinnvoll?

Mittwoch, 22. März 2023, 21:03 bis 22:00 Uhr, NDR Info

NDR Info Redezeit: 49 Euro Ticket

22.03.2023 | 21:02 Uhr

Über das 49-Euro-Ticket und seine Auswirkungen haben Hörerinnen und Hörer in der NDR Info Redezeit zusammen mit Experten diskutiert. Die komplette Sendung als Video-Mitschnitt.

Bund und Länder haben sich auf ein bundesweites 49-Euro-Ticket für den öffentlichen Nahverkehr geeinigt. Das Deutschlandticket soll ab 1. Mai gültig sein und ab 3. April erhältlich. Bei vielen Verkehrsunternehmen kann man sich schon dafür registrieren lassen. Für wen ist das Ticket sinnvoll? Das war Thema der NDR Info Redezeit am Mittwoch, den 22. März 2023.

Das 49-Euro-Ticket soll deutschlandweit für Busse und Bahnen im Nah- und Regionalverkehr gelten. Ein Beispiel: Mit einem in Hamburg beim Hamburger Verkehrsverbund gekauften Ticket dürfen dann auch etwa Regionalbahnen in Bayern oder die U-Bahn in Berlin genutzt werden. Auch zum Beispiel auf den Hamburger Hafenfähren soll das Ticket akzeptiert werden. Nicht eingeschlossen sind allerdings andere Fähren - etwa zu den schleswig-holsteinischen Nordseeinseln sowie Fernverkehrs-Züge wie ICE, IC oder EC. Die Verkehrsministerinnen und -minister müssen allerdings noch einige Fragen klären - am Mittwoch und Donnerstag treffen sie sich in Aachen. Bisher gibt es noch jede Menge Ausnahmeregelungen für das Deutschlandticket. Das wollen die Minister nach eigenem Bekunden möglichst vereinheitlichen, etwa beim Studententicket oder der Frage, wie mit der Fahrradmitnahme umgegangen wird. Besonders schwierig ist offenbar auch die Einführung des Tickets bei den extrem unterschiedlichen Regelungen für Schülerfahrten in den verschiedenen Bundesländern.

Deutschlandticket künftig nur digital - vorerst aber auch in Papierform

Vorgesehen ist ein digital buchbares, monatlich kündbares Abonnement. Es soll nur mit Smartphones funktionieren sowie als Chipkarte. Da es wegen der Halbleiterkrise aktuell Knappheiten auf dem Chipkartenmarkt gebe, hätten Bund und Länder allerdings eine Übergangslösung bis zum 31. Dezember für Papiertickets beschlossen, erläuterte der Vorsitzende der Verkehrministerkonferenz, Nordrhein-Westfalens Ressortchef Oliver Krischer (Grüne). Die Einführung des Tickets werde daran nicht scheitern.

Als weitere zentrale Themen der Verkehrsministerkonferenz nannte Krischer neue Perspektiven, wie der notwendige Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs zu finanzieren sei und welchen Beitrag die Verkehrsminister zum Erreichen der Klimaschutzziele leisten könnten. Diese Aufgaben erforderten in den nächsten Jahren Milliarden-Investitionen.

Redezeit-Moderator Andreas Kuhnt begrüßte als Gäste:

Dennis Fiedel
Bereichsleiter Fahrgastmarkt Nahverkehrsverbund Schleswig-Holstein (NAH.SH)

Susanne Menge
Vorsitzende des Verkehrsausschusses des Bundestages (Bündnis 90/Die Grünen)

Marissa Reiserer
Mobilitätsexpertin Greenpeace Hamburg

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