NDR Info - Redezeit

Affenpocken - wie gefährlich ist das Virus?

Dienstag, 09. August 2022, 21:03 bis 22:00 Uhr, NDR Info

Impfausweis mit dem Schriftzug Affenpocken und eine Impfspritze (Fotomontage). © Imago Foto: Christian Ohde

Die WHO hat wegen der Affenpocken die internationale Notlage ausgerufen. Immer mehr Länder sind alarmiert. Die USA haben vergangene Woche den nationalen Gesundheitsnotstand ausgerufen.  In Deutschland sind bisher über 2000 Fälle aufgetreten, darunter erstmals auch bei Kindern.

Die Affenpocken sind eine Viruserkrankung bei Affen. Der Erreger ist mit den als ausgerottet geltenden echten Pocken verwandt. Ursprünglich wurde das Virus ebenso wie das Coronavirus von Tieren auf den Menschen übertragen. Es handelt sich also um eine sogenannte zoonotische Erkrankung. 

Detailaufnahme einer Spritze © Colourbox Foto: Skrypko levgen
AUDIO: Affenpocken-Experte: "Die Krankheit ist nicht ausschließlich harmlos" (4 Min)

In der Regel lösen die Affenpocken bei Menschen eine milde pockenähnliche Erkrankung aus. Häufige Symptome sind Fieber, Kopf-, Muskel- und Rückenschmerzen, geschwollene Lymphknoten, Frösteln oder Abgeschlagenheit. Einige Menschen haben jedoch keine allgemeinen Krankheitssymptome. Charakteristisch sind auch teils sehr schmerzhafte Hautveränderungen. Diese durchlaufen die Stadien vom Fleck bis zur Pustel, verkrusten letztlich und fallen dann ab. Die meisten Erkrankten erholen sich innerhalb von mehreren Wochen. In seltenen Fällen kann die Erkrankung tödlich verlaufen: Bei unbehandelten Fällen stirbt etwa einer von zehn Erkrankten.

Weitere Informationen
Ein positives Testergebnis auf Affenpocken. © picture alliance / CHROMORANGE | Christian Ohde Foto: Christian Ohde

Affenpocken in Deutschland: Wie gefährlich ist das Virus?

Es gibt in Deutschland immer wieder Fälle von Infektionen mit Affenpocken. Wie wird das Virus übertragen? Welche Symptome sind typisch? mehr

Impfung für Risikogruppen empfohlen

Empfohlen wird die Impfung derzeit von der RKI für folgende Risikogruppen:

  • Personen, die engen körperlichen Kontakt zu einer infizierten Person hatten.
  • Männer, die gleichgeschlechtliche sexuelle Kontakte mit wechselnden Partnern haben.
  • Personal in Speziallaboratorien mit gezielten Tätigkeiten mit infektiösen Laborproben.

Allerdings werden die Impfdosen knapp. Erst im September werden neue Impfdosen erwartet. Wir wollen in der Visite Redezeit mit Expertinnen und Experten darüber sprechen, wie gefährlich diese Viruserkankung ist? Wer ist betroffen? Wie sinnvoll ist eine Impfung? Und wie sehen die Symptome aus?

NDR Info Moderatorin Ulrike Heckmann begrüßte als Gäste:

Prof. Dr. med. Christian Hoffmann
Internist und Hämatoonkologe

Dr. Ulrich Marcus
Epidemiologe und Arzt am Robert Koch Institut (RKI)

Prof. Dr. Ulrike Protzer
Leiterin des Instituts für Virologie am Helmholtz Zentrum München

 

 

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